Die neue Sony CMT-G1IP kam heute - einen Tag nach Bestellung! - bereits an. Blitzschneller Versand in gewohnt guter Verpackung. Die werkseigene (schon sehr stabile und stoßsichere) Verpackung wird hier nochmal von einem Amazon-Karton umschlosesn, so dass maximaler Schutz beim Versand gewährleistet ist.
Hier meine Erkenntnisse nach dem ersten, intensiven Ausprobieren:
Pluspunkte:
+ Schöne, wertige Optik. Das Gerät selbst ist silberfarbig ummantelt mit gebürstetem Aluminium, die Front klar strukturiert und mit Drehreglern ausgestattet, was ihr einen leichten Retrolook gibt. Die Regler sitzen fest und fühlen sich stabil an bei Benutzung, kommen also alles andere als billig rüber. Die Boxen sind schwarz und mit Klavierlackoberfläche versehen. Das sieht edel aus, braucht aber auch etwas mehr Pflege, weil man sie oft abstauben muss. Aber das halte ich nicht für einen Minuspunkt. :-)
+ Boxen: 2 x 60 Watt Musikleistung (6 Ohm bei 1 kHz, 10 % Gesamtklirrfaktor). Der Sound ist satt, muss man natürlich relativ zur Größe der Boxen sehen. Reicht völlig für meinen Privatgebrauch, wenn man nicht ständig Party-Dröhnung anstrebt. :-)
+ Fernbedienung inklusive Batterien: die Knöpfe sind zwar klein, aber ausreichend weit voneinander entfernt, dass auch ein "Wurstfinger" nicht danebengreift. Ergänzend zum Gerät sind hier zusätzliche Funktionen wählbar wie Timer, Programmierung von Radiosendern, Abspiellisten, Wiederholungsfunktionen, Uhrzeiteinstellung und Displaytaste zum Einblenden der Uhrzeit im Standby-Modus (Das Display des Gerätes ist dann dunkel) für 5 Sekunden, Sleep-Taste u.a. Die Übertragung läuft optisch, also sollte man nicht zu weit von der Anlage entfernt sein und freien Blick auf den Sensor (rechts neben den Drehreglern) haben.
+ Zusammenbau: ging sehr zügig, da die Anleitung sehr übersichtlich und mit einer guten Montageabbildung und -erklärung der Rückseite mit den Anschlüssen ausgestattet ist. Auch die Funktionen und möglichen Problemursachen sind recht umfassend erklärt, wie ich finde. Die Anlage wiegt mit den Boxen zusammen so um die 12 Kilogramm.
+ USB-Anschluss an der Front: hier kann man seinen MP3-Player mittels Kabel ebenso anschließen wie einen USB-Stick. In der Anleitung wird sehr gut zusammengefasst, was das Gerät im Hinblick auf USB-Medien alles kann und was nicht. Die Anlage erkennt max 8 Ordnerebenen, pro Ordner bis zu 100 Dateien und bis zu 100 Ordner. Insgesamt kann sie bis zu max. 10000 Audioelemente auf dem Speichermedium erkennen und wiedergeben. Wiedergabe von mp3, wma oder aac möglich. Alles andere wird auf dem Speichermedium einfach übersprungen bzw. bei Durchsuchen der Tracks nicht angezeigt.
+ Radio: das Wichtigste ist vorhanden, UKW und MW, automatischer Sendersuchlauf, Senderprogrammierung möglich, 20 UKW-Sender plus 10 MW-Sender speicherbar. Ringantenne und UKW-Wurfantenne sind enthalten. Wenn man allerdings eine höere Tonqualität für DAB/DAB+ Sendungen haben möchte, muss man sich eine DAB-Außenantenne installieren. Habe ich noch nicht probiert.
+ CD: Kann normale Audio-CDs und mp3-Discs (CD-R/CD-RW) abspielen, Blättern durch Ordnerstruktur ist möglich, Programmierwiedergabe, Zufallswiedergabe der ganzen CD oder eines Ordners, Wiederholen eines Tracks oder der ganzen CD, 255 Ordner und 8 Ebenen möglich, 511 mp3-Dateien. Insgesamt 512 Dateien (Stammordner und 511 mp3s).
Was mir nicht so gut gefällt:
- Für mich als Hörbuchfan und audible-Abonnent ist es leider ein arger Wermutstropfen, dass zwar aac-Dateien abgespielt werden können, aber leider nur, wenn sie nicht DRM-gesichert sind. Tja, damit sind nun aber ebenso audible-Hörbücher wie auch Musiktracks aus dem iStore versehen! Seeeehr schade! :-(
Kann man zwar mit Programmen legal "umgehen", das ist aber ziemlich mühsam und zeitaufwändig.
- Multisession-CDs werden nicht erkannt, wenn die Session noch nicht abgeschlossen ist. Allerdings tendiere ich eh zum USB-Stick, weil der wesentlich praktischer im Handling ist (wie ich finde) und größere Speicherkapazitäten bietet.
- nicht netzwerkfähig: Der Trend geht zum Multimedia-vernetzten Heim, wo alle Geräte untereinander kommunizieren und auch verwaltet werden können. Da spielt die kleine Sony leider nicht mit.
Was ich nicht beurteilen kann:
Die Anlage ist extra für die Wiedergabe von einem iPod oder IPhone angepriesen. Da ich keines der beiden Geräte besitze, kann ich dazu nichts sagen. Laut Anleitung kann man aber wohl sogar seinen iPod oder sein iPhone an der Anlage aufladen (wenn sie an ist). Mein Philipps GoGear Vibe wurde jedenfalls nicht aufgeladen, während er an der Anlage hing.
Es gibt 2 Audio Line In Eingänge, um anderen Geräten die Boxen als Verstärkung zur Seite zu stellen.
Fazit:
Insgesamt eine sehr wertige Klein-Anlage, die die wichtigsten Funktionen und ziemlich guten Sound für den Ottonormalmusikhörer bietet. Dazu kommt sie optisch sehr elegant daher. Auf jeden Fall stimmt das Preis-Leistungsverhältnis hier.
Der einzige echte Wermutstropfen für mich: aac wird nur ohne DRM abgespielt, also bleiben meine audible-Hörbücher auf der Sony CMT-G1IP wohl leider ungehört. Schade.