Die elfjährige Katharina leidet unter chronischem Husten. Daher hat der Arzt ihr eine Portion Landluft empfohlen. Auch das noch, denkt sich Mutter Gertrud, denn der einzige Verwandte auf dem Land, der Katharina aufnehmen könnte ist ihr Bruder Hans. Und den hält sie für einen reichlichen Chaoten, hat er sich doch vor einigen Jahren nach einem Lottogewinn seinen skurrilen Lebenstraum erfüllt: einen ‚Bauernhof' im Westerwald. Doch wenn das Kind aufs Land muß, dann muß es aufs Land, weiß Mutter Gertrud. So kann sie schließlich nur noch hoffen, daß Katharina in Hansens vermeintlich chaotischer Männerwirtschaft nicht noch disziplinloser wird, als sie jetzt schon ist. Katharina hingegen, findet das alles ganz toll. Sie ist froh, der ständig nervenden Mutter endlich einmal entfliehen zu können. Und dann erlebt sie auf der Fahrt in den Westerwald auch schon ihr erstes Abenteuer. Im Zugabteil trifft sie Roswita Gansauge, eine Frau, die behauptet, die Sprache der Tiere zu verstehen. Ob Roswita das wirklich kann, und ob Onkel Hans tatsächlich ein chaotischer Junggeselle sit, daß soll der Leser besser selbst herausfinden. Kein Geheimnis aber muß es bleiben, daß es der Autorin meiner Meinung nach wunderbar gelang, melancholisch wie heiter, nachdenklich wie übermütig zu stimmen, und daß ihre Geschichte über Mütter, die immer meinen, genau zu wissen, was richtig ist und von Kindern, die das nie so ganz verstehen können, eine hübsche kleine Geschenkidee für Leser aller Generationen darstellt. Nicht zuletzt wegen der herrlich skurrilen Zeichnungen des Cartoonisten Bernd Pfarr. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)