Old schoolig, rücksichtslos und sympathisch asozial wie am Debüt brutzeln, braten und röcheln die Thrash Riffgewitter aus den Speakern. Dreckig, räudig und diabolisch wie die Faust aufs Auge gretzt sich der Gesang und unbarmherzig als obs kein Morgen gäbe donnern die kreissägenartig zermahlenden Grooves um sich. Die LEGION ist wieder an der Front und schmettert ihrem begnadeten Debüt ein 100% gleichwertiges Geschoss hinterher.
Hier dar ein Riff noch ein Riff sein, hier schert sich keine Sau um technisches Vermögen,
hier regiert der Endzweck und der heißt: Voll auf die Thrasher Fresse!
Mit einer feurigen Energie, von der selbsternannte Genre Götter heutzutage nur noch träumen können und umhüllt von einer herrlich schäbigen Andy Classen Dampfhammerproduktion, die Modernität und Nostalgie wie selbstverständlich unter eine Kutte würgt, überrumpelt Sons Of The Jackal sein willenloses Opfer. Hier wird im Vergleich zu Malevolant Rapture kein Millimeter hergeschenkt und wer glaubt Szene Hits und Rübenspalter wie Werewolf Corpse waren Eintagsfliegen und wären nicht mehr zu toppen, der soll sich mal bei Abrißkanditaten wie Undead Stillborn, einem völlig brachialen Inferno wie Avening Archangel, der Moshramme Infernal Wrath oder dem einfach nur herrlichen Titeltrack vorstellig machen und er wird eilig feststellen, dass bei dieser eins so occulten Legion auch 2007 kein Auge trocken, keine Nacken verschont und schon gar keine Matte ungefettet bleibt.
Manch einer reklamiert hier definitiv musikalische Stagnation. Selten noch war diese aber so wertvoll und reinigend wie bei LEGION OF THE DAMEND!
Thrasher alter Schule können hier ebenso wie beim fulminanten Debüt - aber auch schon gar nix falsch machen und somit ist spätestens jetzt jedes weitere Wort ist überflüssig!