Die "Sons Of Anarchy" sind ein Motorradclub in der kalifornischen Kleinstadt Charming. Unter dem Deckmantel einer Autowerkstatt betreibt man allerlei illegale Geschäfte (z. B. Waffenhandel) mit anderen Gangs und Organisationen. Chef des Clubs ist Clay (Ron Perlam alias "Hellboy"), dem als Vizepräsident sein Stiefsohn Jackson "Jax" Teller zur Seite steht. Leider gehen die Ansichten über die Führung der Gemeinschaft bei den beiden weit auseinander. Und dann ist da noch Jax' Mutter Gemma (Katey Sagal alias Peggy Bundy aus "Eine schrecklich nette Familie"), die mit Argusaugen sowohl über ihre Familie als auch über den Club wacht. Um beide zu beschützen, ist der "Rockerbraut" so ziemlich jedes Mittel recht.
"Sons Of Anarchy" bietet allerfeinste Crime-Drama-Unterhaltung. Zum Vergleich sei hier die Mafiaserie "Die Sopranos" genannt. Tatsächlich weisen beide Serien einige Parallelen auf. Auch bei den "SOA" geht es um eine illegale Gangstervereinigung mit ihrem ganz eigenen Ehrenkodex. Wer in Charming nicht spurt, bekommt es umgehend mit den Rockern zu tun. So nehmen sie das Gesetz auch mal schnell in die eigene Hand und strafen einen Kinderschänder brutal ab. Stichwort Gesetz. Der örtliche Polizeichef (Dayton Callie aus "Deadwood") steht bei der Gang auf der Lohnliste und macht mit ihnen gemeinsame Sache. Lediglich sein Stellvertreter Hale versucht, das Gesetz in dem Ort halbwegs aufrecht zu erhalten, kämpft aber mehr oder weniger gegen Windmühlen an. Kompliziert wird die Lage, als sich eine Regierungsbeamtin (Ally Walker) für die Machenschaften des Clubs zu interessieren beginnt. Ein Interesse, das fatale Folgen haben wird ...
Diese Veröffentlichung besteht aus den herkömmlichen britischen Boxen von Series 1 und 2. Zusätzlich sind diese in einer braunen Pappbox eingepackt. Insgesamt werden 26 Folgen (2 X 13) geboten, die eine Laufzeit von 35 bis 55 Minuten haben. Englische Untertitel sind u. a. zuschaltbar.
Technisch gibt's an den 8 DVDs nichts auszusetzen. Für eine moderne TV-Serie sind Bild und Ton absolut in Ordnung. Auch beim Bonusmaterial kommt Freude auf. Audiokommentare, ein Making Of, diverse Featurettes, Gagreel und geschnittene Szenen. Mein persönlicher Favorit war eine knapp 40minütige Diskussionsrunde, während der Serienschöpfer Kurt Sutter ("The Shield") den Hauptdarsteller(innen) zuvor über Facebook gesammelte Zuschauerfragen gestellt hat. Zugleich sehr witzig und unterhaltsam.
Fazit: Wer Serien wie "Die Sopranos", "The Shield" oder auch "Brotherhood" mit Jason Isaacs gemocht hat, kommt an den "Sons Of Anarchy" einfach nicht vorbei. Diese Crime-Drama-Show bietet Spannung, Action, Romanze, Sex, Drama, makaberen Humor und vieles mehr. Eben genau das, wofür die drei zuvor genannten Serien stehen.