In der zweiten Staffel legt die Bikerserie um einen kalifornischen Outlaw-Rockerclub erfreulich zu. Ausgewachsene Probleme mit Nazis, der IRA und der durchtriebenen Agentin Stahl von der ATF (Klasse: Ally Walker), ein temporärer Einstieg ins Pornographiebusiness, die inneren Spannungen zwischen Clay und Jax und zwischen Gemma und Clay, der schnell vorübergehende Gefängnisaufenthalt der meisten Mitglieder - zur Freude des Zuschauers haben die Jungs von SAMCRO alle Hände voll zu tun um sich gegen die zerstörerischen Kräfte von innen und außen zu behaupten. "The Shield" Schöpfer Kurt Sutter, der in der Serie den halbblinden Knacki Otto spielt, hat der neuen Staffel mehr Handlungsstränge und Tempo verliehen, und beides tut der Serie gut. Bei der Besetzung des Clubs hat sich nichts getan: Besonders Katey Sagal (yep, Peggy Bundy!) als Gemma, Kim Coates (Tig), Ryan Hurst (Opie) und Ron Perlman (Clay) überzeugen in ihren Rollen. Ein weiteres Highlight ist ex-Black Flag Sänger Henry Rollins, der den fanatischen Rassisten A.J. Weston mit erschreckender Glaubwürdigkeit mimt. Insgesamt würde ich mir für die dritte Staffel ein bisschen mehr Schmutz und Härte wünschen, denn so richtig überzeugt mich die Welt der harten Jungs" nicht immer. Auch musikalisch hat "The Sons of Anarchy" noch nicht zur passenden Sprache gefunden. Beides jedoch sehe ich einfach als Verbesserungschance für die dritte Staffel, auf die man sich schon freuen darf. Weiter so, Herr Sutter!