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Meine Sonntage mit Sabine Christiansen. Wie das Palaver uns regiert. [Taschenbuch]

Walter van Rossum
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2004
Allsonntäglich entfaltet sich ab 20 Uhr die neue deutsche TV-Dreifaltigkeit: Tagesschau, Tatort, Talk mit Sabine Christiansen. Nach den Mythen der Tagesschau (Staatsmänner, Kriege, Katastrophen, Sport) und den tröstlichen Gewissheiten des Tatorts (Alle haben Dreck am Stecken) sondiert Sabine Christiansen das Gesellschaftsterrain. Unerbittlich stellt sie Fragen, die in das Dunkel unserer Zukunft weisen. Es treten auf: die Lobbyisten und ihre Statthalter im Parlament. Multimillionäre warnen davor, dass es kurz vor zwölf sei. Aber, bitte sehr, man könne ja auch ins Ausland gehen. Politiker führen entschlossen das Drama der Sachzwänge auf. Die große Koalition der Dauerreformer gibt sich die Ehre. Fast noch wichtiger als das, was gesagt wird, ist, was systematisch nicht gesagt wird. Komplexe Themen werden dramatisch vereinfacht und fortan in diese Richtung öffentlich diskutiert. Insofern eignet sich diese Sendung wie keine andere, um zu begreifen, wohin die Deutschland AG steuert.
In 'Meine Sonntage mit "Sabine Christiansen"' schreibt Walter van Rossum hellsichtig, intelligent und bitterböse über eine Medienlandschaft, die die Politik im eigentlichen Sinne längst zu überwuchern droht.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
84 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie das Volk für dumm verkauft wird! 22. Juni 2004
Nach dem Lesen dieses Buches möchte man vor Wut schier explodieren.

Das viele unserer Politiker krumme Hunde sind, ist für viele von uns nichts Neues. Das die Wirtschaft massiv Einfluss auf die Politik nimmt, auch nicht. Und das schließlich die Medien ihren Beitrag dazu leisten, dass sich in diesem Land möglichst wenig bewegt, wissen interessierte Fernsehzuschauer und Zeitungsleser schon lange. Nicht jeder macht sich allerdings eine Vorstellung davon, mit welcher Dreistigkeit und mit welchem Zynismus dies geschieht!

Das Buch von Walter van Rossum zeigt vor allen Dingen, dass die Sendung "Sabine Christiansen" keinesfalls eine kritische Diskussionssendung zu aktuellen politischen Themen ist, sondern vielmehr dazu dient, dem ahnungslosen Zuschauer eine Politik zu verkaufen, die einseitig auf die Interessen der Reichen und Mächtigen ausgerichtet ist.

Durch geschickte Manipulation wird dem Zuschauer suggeriert, dass es außerhalb der diskutierten Vorschlägen keine Wahlmöglichkeit gäbe. Dies geschieht einerseits durch die einseitige und manipulative Auswahl an Gästen, andererseits durch das geschickte Vorgaukeln einer kontroversen Diskussion. Der Zuschauer nimmt dabei nicht wahr, dass alle Diskussionsteilnehmer im Grunde genommen der gleichen Meinung sind. Entscheidend ist immer, dass eine bestimmte Grundrichtung, nämlich die Notwendigkeit von einschneidenden Reformen auf Kosten der Bevölkerung, im Kopf des Zuschauers verankert wird und dieser schließlich glaubt, dass es eben keine Alternativen gäbe.

Walter van Rossum führt in seiner Recherche der Hintergründe vor, wer in Wirklichkeit die Fäden in Händen hält. Es sind ausschießlich die Interessen des Großkapitals, die von "unseren Politikern" vertreten werden. Um dies zu verschleiern, werden Szenarien aufgebaut und Zusammenhänge hergestellt, die in der Realität gar nicht bestehen. Stichworte sind Globalisierung, Generationenkonflikt, Wirtschaftswachstum etc.

Walter van Rossum macht deutlich, wie die Gäste der Sendung scheinbar mit unterschiedlichen Meinungen einen Sachverhalt erörtern, um dem Zuschauer schließlich vermeintliche Zwänge zu verdeutlichen. Wesentliche Fakten werden bewusst verschwiegen.

Interessant ist zu erfahren, auf welchen Nebenschauplätzen unsere "Volksvertreter" noch tätig sind.

Es ist auch wunderbar, das in der Sendung gesprochene Wort einmal schwarz auf weiß vor sich zu sehen. Dabei wird deutlich, welcher Blödsinn da teilweise zusammengeredet wird.

Ich kann dieses Buch jedem, der glaubt, in einer funktionierenden Demokratie zu leben, nur wärmstens empfehlen.

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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Polemik! :-) 24. September 2004
Von Deef
Der Autor führt sie alle vor. Die Gäste und die Gastgeberin. Er zeigt, dass alle das gleiche Reden, dass die Aussagen sich nivellieren und das Falschaussagen unkommentiert stehengelassen werden. "Sabine Christiansen", eine Sendung für die üblichen Verdächtigen, die die üblichen Meinungsklischees dreschen dürfen. Nachdem der Spiegel schon 1999 vernichtend über die desinteressierte Christiansen urteilte (im Stile von "ihr verzweifelter Gesichtsausdruck will sagen 'Regie, eine Frage bitte, aber schnell'") hat sich nun ein kompetenter WDR-Journalist über Monate mit ihrer Sendung auseinandergesetzt. Er urteilt nicht neutral, nicht politisch-korrekt und nicht populistisch. Sein Buch wird jeden begeistern, der gepflegten Zynismus und offene Worte mag.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslose Kritik am herrschenden Polittalk 13. August 2004
Von Amazon bestätigter Kauf
Drei Auflagen in nur einem halben Jahr - es gibt doch noch Hoffnung! Ein wunderbar polemisches Buch - sehr gut lesbar, witzig und spannend geschrieben. Die beste und schonungsloseste Kritik am herrschenden Polittalk, die ich seit Jahren gelesen habe.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen nicht vergessen um was es geht
1. Für wen ist das Buch geschrieben?
Für Menschen die beim anschauen von Talkshows irgendwann feststellen, dass sie ein komisches Gefühl im Bauch haben als... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2008 von Milba
1.0 von 5 Sternen Autor bleib bei Deinen Leisten
Der Autor scheitert an dem Versuch, eine Kritik der politischen Kultur in Essayform zu bieten. Auch wenn er in den ersten Abschnitten völlig zu Recht die Plattitüden der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2005 von Fraxini
5.0 von 5 Sternen Sabine mit der Falken-(SPRACH-)Haube ...
"wen ich sehr schnell erschießen würde, das wäre sabine christiansen" - so geht's natürlich nicht - da muss man der fernseh-moderatorin ohne die kleinste... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2004 von FrizzText
5.0 von 5 Sternen Sehr erfrischend
Muss man sich ansonsten bei Büchern zum Thema "Meinungs- und Medienkartell in Deutschland" durch trockene und mitunter langatmige Darstellungen kämpfen, fällt einem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2004 von Zweckoptimist
1.0 von 5 Sternen Schade eigentlich
Ich ertrage keine Talkshows. Ich finde sie ätzend. Und zwar eigentlich, wenn ich recht bedenke, alle. Lesen Sie weiter...
Am 20. September 2004 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Ich hatte mir mehr erhofft
Mit der Sendung "Sabine Christiansen" hat dieses Buch eigentlich nur am Rande zu tun - vielmehr teilt uns der Autor seine private Meinung über Wirtschaftspolitik und den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2004 von Holger Kreymeier
5.0 von 5 Sternen Das könnte ein deutscher Michael Moore werden ...
Herrlich ...
Der Tital lässt vermuten, das da nur eine leichte satirische Kost über Sabine Chr. kommt ... aber weit gefehlt ... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. September 2004 von F. Krupinski
1.0 von 5 Sternen Bei weitem nicht so gut wie erhofft
Die Idee, ein Buch über den wöchentlichen Gesprächskreis namens "Sabine Christiansen" zu verfassen und die oft substanzlose Methodik des "politischen Palavers" zu... Lesen Sie weiter...
Am 20. August 2004 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Sonntagabend
Nach dem Lesen des Buches von Walter von Rossum bleibt die Frage ob es lohnt nach dem Tatort das Bett aufzusuchen
oder S. Christiansen den Vorzug zu geben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. August 2004 von H. Hebbelmann
1.0 von 5 Sternen Oberflächlich, ideologisch und polemisch
Zugegeben: Wer sich wie Walter van Rossum ein Jahr lang Woche für Woche "Sabine Christiansen" angesehen hat, der geht damit ein gewisses Risiko ein. Lesen Sie weiter...
Am 3. August 2004 veröffentlicht
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