Rezension
Aldona Nowowiejska ist eine polnische Sängerin, Musikerin, Schauspielerin aus Paris und sorgt für Staunen mit ihrer ungewöhnlichen Mischung aus polnischen Texten und französischem Flair. "Sonnet" (Jaro) bewegt sich ganz vrobehaltlos zwischen Folk, Weltmusik und französischen Chanson und klingt auch mal rau und bissig, vor allem aber immer ehrlich. Eine Entdeckung. (Zeitungshaus Bauer)
Dass polnische Lieder auch an der Seine funktionieren können, beweist Aldona Nowowiejska seit einigen Jahren. Man hört, dass hier eine Schauspielerin singt und schon beim dritten Song vergisst man, dass man eigentlich kein Polnisch versteht. Dabei haben einige Lieder eine lange Geschichte. Aldona hat sie in ihrer Jugend im sozialistischen Polen verfasst. Was zunächst als kleine Flucht aus dem östlichen Alltag begann, ist mittlerweile eine slawisch-warme Gegenwelt zum rastlosen Turbokapitalismus geworden. Aldona bewegt sich zwischen Chanson und Folk und hat eine Vorliebe für tanzbare und melancholische Lieder. Ihre Gitarre ist immer dabei, der warme Bass des Engländers Stephen Harrison gibt bei den Songs den Herzschlag an. (mdr figaro)
...Tatsächlich ist die Musik ungeheuer stimmig, geprägt von einer ungemein persönlichen, stellenweise intimen Atmosphäre. Mal humorvoll und tänzerisch-verspielt (wie beim einzigen französisch gesungenen Stück A Murmur ), mal gedankenverloren (You Could Carry Me Away ), hypnotisch (im Titelstück) oder rastlos-angstvoll-suchend wie im Hohelied der Liebe, das wie alle anderen Lieder auf Polnisch gesungen wird von den englischen Titeln darf man sich nicht irritieren lassen. Unter und über allem schmeichelt, knurrt, fleht, zuckert, heult und hetzt Aldonas Stimme, der man jedes Wort glaubt, ohne ein einziges zu verstehen. Sensationell gut; was für eine Entdeckung! (zeitzeichen)
Da die meisten hierzulande des Polnischen nicht mächtig sind, wird kaum einer von uns verstehen, wovon Aldona Nowowiejska auf ihrem gefühlsstarken vierten Album singt. Was aber rein gar nichts macht oder den Reiz ihrer von Banjo, Mandoline, Ukulele, Akkordeon etc. begleiteten Akustiklieder eher noch erhöht. Gespeist von der slawischen Seele und ihren Erfahrungen im Ausland (ohne Job landete Alsona '96 in Paris) interpretiert die gelernte Schauspielerin die Songs zwischen osteuropäischer Folklore und Chanson, als wären es lauter Theaterrollen. Es macht Freude, die vielen Verwandlungen zu beobachten. (Stereo 10/2011)
Aldona Nowowiesjska lebt und arbeitet in Paris, singt aber auf Polnisch. Das Sonnet im Titel ihrer vierten CD (und der ersten, die international verfügbar sein wird) steht für Shakespeare, auf dessen Vorlagen sie auch gerne zurückgreift, während sie ansonsten eigene Songs schreibt. Das Ergebnis ist eine faszinierende Mischung aus slawischer Mystik und westlicher Sensibilität, die zugleich vertraut wie fremd erscheint. Der Sound ihrer französisch/britischen Musiker, die akustisch mit Mandoline, Banjo, Bass, Bassklarinette und anderen Blasinstrumenten sowie gelegentlich einer Ukulele aber keiner Gitarre agieren, entspricht dem, was man in Pariser Clubs und Straßen des Öfteren zu hören bekommt, während die Melodie und Harmonik wieder eher slawischen Charakter aufweisen. Dass dabei die Texte Aldonas im Westen nicht für jedermann verständlich sind, wird durch das allgemein verständliche Songformat fast wieder aufgefangen, denn Aldonas Musik ist zugänglich und spielt sich in dem Bereich ab, den man allgemein auch als Folkpop bezeichnen könnte. Und wer sich wirklich für die Texte interessiert, der findet diese übersetzt beiliegend. (gaesteliste.de) (gaesteliste.de)
Die Wiege des Chansons steht ja bekanntlich in Frankreich. Was liegt da also für eine Sängerin aus Polen mit diesbezüglichen Ambitionen näher, als sich an die Wurzeln dieser Stilrichtung zu begeben. Aldona Nowowiejska zog also nach Westen und landete über einen kreativen Zwischenstop in den Pyrenäen letztendlich in Paris. 1999 entstand ihr erstes Album Le Chant de l âme slave auf und fortan verfeinerte sie ihre persönliche Linie, die osteuropäisches, sprich slavisches, und westeuropäisches Liedgut zusammenführt. Eine reizvolle Mischung, wie ihr mittlerweile viertes Album Sonnet verdeutlicht. Aldona benutzt nach wie vor (bis auf eine Ausnahme) ihre polnische Muttersprache als Grundlage für den dezenten slavischen Hauch, der alle Lieder nach wie vor geheimnsivoll durchströmt. Aber auch der Charme französischer Lebensart fliest immer wieder mit ein. Dank einem breitgefächerten Instrumentarium ist ein prickelndes Milieu entstanden, das Aldona mit ihrer ausdrucksstarken Stimme klar bestimmt. Ihre Songs, die vorwiegend von Kontrabass, Banjo, Mandoline, Gitarre, Klarinette, Cello und Akkordeon begleitet werden, sind verführerische Kurzgeschichten, auf die man sich immer wieder gerne einlässt. Oftmals leichtfüßig in der Ausführung, andererseits aber auch mit viel slavischer Melancholie ausgestattet. Wer dem Repertoire einer Agnes Palmisano zugeneigt ist oder sich für die portugiesische Band OqueStrada begeistern kann, ist sicher auch bei Aldona Nowowiejska bestens aufgehoben. (sound&image.de)
Kurzbeschreibung
Eine Polin aus Paris Aldonas Musik gleicht einer Bilderflut, die uns nach Osten führt, auf der Suche nach der slavischen Seele. Die Sängerin, Musikerin, Schauspielerin Aldona Nowowiejska schreibt, komponiert und interpretiert all ihre Musik selbst. Sie macht uns glauben, dass wir ihre Sprache verstehen durch die Magie ihrer fesselnden Stimme und ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit. Nach ihrem Schauspielstudium in Warschau und am CNSAD in Paris, das sie zu Auftritten nach Frankreich bringt, wendet sich Aldona der Musik zu, indem sie aus ihrer Erinnerung und ihrer Vorstellung kleine Lieder komponiert. Diese hat sie noch zu Zeiten des Kommunismus als Jugendliche für Polens Jugend geschrieben. Dank eines inspirierenden Zusammentreffens mit ihren ersten Musikern nahm sie 1999 ein selbstproduziertes Album auf: »Le chant de l âme slave« (Der Gesang der slavischen Seele). Daraufhin folgt eine Reihe von Konzerten in Pariser Cafés und das mit einem unerwarteten Erfolg. Sie füllt die kleinen Säle mit ihrer betörenden Stimme, die einen weiter trägt als das, was man zu hören gewohnt war. In drei Jahren, mit 200 Konzerten und einem weiteren selbstproduzierten Album - »Les vibrationns slaves« (2002) hat sie sich die kleinen französischen, polnischen und skandinavischen Bühnen erspielt. Mit der Unterstützung neuer Musiker aus Toulouse bricht sie auf in die Pyrenäen, um ihr Projekt zu verfeinern, was 2005 in einem neuen Album mündet »Percevoir« (Wahrnehmen). 2008 erhält sie den Kompositionsauftrag für Musik und Lieder zu dem Zeichentrickfilm von Izu Troin »Le Bücheron des mots« (Der Holzfäller der Worte), eine Produktion von Folimage und ARTE. 2011 erscheint nun das vierte Aldona Album »Sonnet«, das seinen Namen dem Sonnet 29 von Shakespeare verdankt. Es ist das erste internationale Album, das in Frankreich, Benelux, Deutschland, Österreich, Schweiz und England erscheinen wird. Die zehn originellen Chansons wurden im Plus 9 Studio in Paris zusammen mit ihrer aktuellen Band mit der Besetzung Banjo, Mandoline, Gitarre, Kontrabass, Bassklarinette und Ukulele aufgenommen. Dazu gesellen sich einige Gäste an Violoncello, Gembri, Violine, Akkordeon und Derbouka. Die Musik ist eine Mischung aus Folk, Weltmusik und Chanson. Das Album ist eine Reise entlang Aldonas imaginärem Land. Sie verschifft uns woanders hin und lädt uns ein, in ihrem erfundenen, grenzenlosen Land zu tanzen. Aldona Nowowiejska - vocals, guitar, hand percussion Raphael Dumas - mandoline, banjo, choeurs Stephen Harrison - doublebass (4/4) Michel Schick - bass clarinette, saxophone, flute, harmonica, ukelele