EIne nette Idee allein reicht nicht
Auf einem Klassentreffen finden sich die Freundinnen Charlie, Sabine, Naomi und Bess nach Jahren wieder. Sie wohnen alle in New York und entschließen sich spontan, in Charlies Yoga-Studio einen Kurs mitzumachen. Sport können sie schließlich alle gebrauchen und ganz nebenbei zu sich selbst finden und die alltäglichen Probleme vergessen ' das ist der Plan. Doch es wartet nicht nur der ganz normale tägliche Wahnsinn auf sie, sondern ihre neu erwachte Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als bei einer von ihnen eine schwere Krankheit festgestellt wird.
Soviel zum Inhalt, klingt recht abgedroschen, aber es hätte ein schönes Buch für zwischendurch werden können. Leider gefiel mir weder die Sprache, noch waren mir die Charakter besonders sympathisch. Typisch für einen Frauenroman, mag der eine sagen, ich sage, es gibt auch gut geschriebene Frauenromane. In 'Sonnengruß für Regentage' habe ich den leichten Witz, die Ironie vermisst. Ich konnte nicht schmunzeln. Es wurden zwar viele Klischees verwenden (Frauen im Yoga-Kurs eben), allerdings hat mich das nicht amüsiert, sondern die Handlung zog an mir vorbei.
Einzig Naomi, die alleinerziehende Mutter, und ihr Sohn sind mir ein Stück weit ans Herz gewachsen. Die beiden Charaktere wurden liebevoll beschrieben. Dafür gibts mit gutem Willen die zwei Sterne.Vielleicht hätte sich die Autorin daruf konzentrieren sollen?
Ich hatte beim besten Willen kein Epos erwartet, der mir über Wochen nicht aus dem Kopf geht. Ich hatte ein Buch erwartet, was man mal zur Abwechslung zwischendurch in die Hand nehmen kann. Leider plätscherte 'Sonnengruß für Regentage' allzu seicht dahin. Zu konstruiert, viel zu kitschig, leider keine Leseempfehlung von mir!