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Sonnenfinsternis.
 
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Sonnenfinsternis. [Gebundene Ausgabe]

John Banville , Christa Schuenke
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1 (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 346203135X
  • ISBN-13: 978-3462031355
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 854.387 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Banville
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Mit Sonnenfinsternis hat Banville einen weiteren bedeutenden und anspruchsvollen Roman geschaffen, der kunstvoll im Stil ist, auf ehrliche Weise herzlos, vor allem aber unglaublich schön. Sonnenfinsternis ist, was so viele zeitgenössische Romane nicht sind - ein Kunstwerk." (Observer)

Kurzbeschreibung

Als Schauspieler konnte Alexander Cleave in viele Masken schlüpfen und doch war er immer auf der Suche nach seinem wahren Selbst. Nun ist er an einem Wendepunkt in seinem Leben angekommen. Mitten in einer Aufführung verlässt Cleave die Bühne, um sich von der Welt zurückzuziehen. Er kehrt heim in das Haus seiner verstorbene Eltern, wo er sich schon bald von Geistern aus der Vergangenheit und ungebeten Gästen umzingelt fühlt...Alexander Cleave, einst ein großer Schauspieler, steht im Mittelpunkt von John Banvilles neuem Roman. In einem assoziationsreichen Monolog spricht Cleave von sich, von seinen Rollen auf der Bühne und im Leben, von den Schatten, die ihn heimsuchen und seine Welt verdunkeln wie der Mond die Sonne bei der Sonnenfinsternis. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, mit 50 Jahren, verlässt Alexander Cleave mitten in einem Monolog für immer die Bühne. Und nicht nur die Bühne, auch die Rollen im Leben, in denen er als Ehemann und Vater gescheitert ist. Er zieht sich in sein Elternhaus zurück und versinkt in der Vergangenheit, auf der Suche nach sich selbst und seinen Versäumnissen. Wie Gespenster tauchen seine Eltern auf, Cass, seine hochbegabte, psychisch kranke Tochter. Er fühlt sich von Phantomen umzingelt. Aber auch die Wirklichkeit lässt ihn nicht los. Da ist Quirke , ein unheimlicher Typ, der das Haus versorgt, und seine Tochter Lily, die für Cleave zur Ersatztochter wird. Seine Frau Lydia kommt, um ihn aus seiner Krise herauszureißen. Von Cass erreichen Cleave Botschaften, von denen die letzte zeigt, dass die drohenden Schatten nicht nur aus der Vergangenheit stammen, sondern düstere Boten der Gegenwart sind.

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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen wunderbare Prosa, zart wie ein Aquarell, 13. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Sonnenfinsternis. (Gebundene Ausgabe)
Mein erster Banville - schon auf der ersten Seite Begeisterung. Dieser Roman wird allein wegen seiner wunderbaren bildhaften Sprache zu einem besonderen Leseerlebnis. Eine Sprache die süchtig und trunken macht.

Als Schauspieler konnte er in viele Masken schlüpfen, gleichzeitig hat er darum gerungen, sein "authentisches Ich" zu finden, "das sich irgendwo unter den Scherben der entzweigegangenen Masken verborgen" hielt. Während einer Aufführung verlässt Alexander Cleave die Bühne und zieht sich in das Haus seiner verstorbenen Eltern zurück - ein krisengeschüttelter Mann, der Probleme mit seiner streitlustigen Frau hat und sich von seiner Tochter innerlich entfernt hat. Im Haus konfrontiert er sich mit seiner Vergangenheit. Gespenster tauchen auf wie "Verdichtungen der Atmosphäre im Raum": Sein Vater, seine Mutter, seine Tochter. Manchmal kann Cleave nicht mehr zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden - "transzendentales Trunkensein" heißt das bei Banville. Die Geister bringen Cleave schließlich in die Gegenwart zurück. "Ein Schrei, den ich erkenne, wider Willen. Seit langer Zeit schon kommt er auf mich zu, durch die unermessliche Weite des Alls, wie das Licht eines fernen Sterns, einer toten Sonne."

Banville kann betörend schön melancholische Stimmungen zeichnen: Die Möwe "stand draußen jenseits der Glasscheibe und riss einfach immer wieder den Schnabel auf,...ohne einen Ton von sich zu geben...es war ein Zeichen des Schmerzes...Auf dem Boden unter dem Fenstersims lag ein totes Möwenjunges."

Die Prosa, zart wie ein Aquarell. Ich sage nur: Lesen!

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der einzig durch und durch meisterhafte Banville-Roman., 11. Mai 2008
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sonnenfinsternis: Roman (Taschenbuch)
John Banville, Booker-Prize-Träger und einer der bedeutendsten englischsprachigen Gegenwartsautoren. Einer, der aus der Reihe tanzt, denn im Banville'schen Oeuvre steht nicht das epische Erzählen im Vordergrund, sondern die bisweilen sublime Art und Gestalt seiner Prosa. Er macht die Sprache selbst zum eigentlichen Gegenstand. Metaphernreich ist sie, ungemein wortschöpferisch, ungemein kunstvoll. Doch Banvilles Kritiker werfen ihm nicht zu Unrecht thematische Wiederholungen vor, ebenfalls lässt der Autor häufig psychologisches Gespür vermissen, Handlungslogik bleibt bisweilen auf der Strecke und die Charaktere erscheinen hier und da als goldgestäubte Hohlräume.
Ganz anders ist dies im Falle von "Eclipse" (dt. "Sonnenfinsternis"). Alex Cleave, der gescheiterte Schauspieler, zieht sich in ein erinnerungsschwangeres Domizil aus seiner Vergangenheit zurück. Zwischen Traum und Realität beschreibt Cleave eine Welt, die den Leser in große Verunsicherung stürzt: Ist das alles wahr oder sind es bloß Hirngespinste. Banvilles Spiel mit dieser Verunsicherung vermag zu fesseln, während er in enorm dichter und kunstvoller Sprache die Entfremdung des Schauspielers von seiner Frau und der hochbegabten aber psychisch kranken Tochter erläutert. Der melancholische Prozess der Entfremdung, die schemenhaft ist und genau so dargestellt ist, ergibt am Ende der Erzählung ein sehr geschlossenes Bild, mehr als das, ein Gesamtkunstwerk. Traurig, und zwar auf eine faszinierend schöne Weise.

Wer behaupten möchte, BANVILLE gelesen zu haben, der sollte "Eclipse" lesen. Leider konnte der Autor in den nachfolgenden Werken nicht mehr die große Klasse aufbringen, die sich in "Eclipse" offenbart. Dieser Roman ist allerdings wirklich ein faszinierendes, suggestives Meisterwerk. Der beste Banville.
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