Die Geschichte von Sonnenau hat mich sehr beeindruckt. Ich habe sie nachts im Bett gelesen und war danach richtig aufgewühlt. Sonnenau könnte eine religiösen Hintergrund haben, da sehr viele Sätze auf eine Interpretation der Bibel oder der Offenbarung hindeuten. Zum Beispiel steht folgendes in der Bibel: Gott liebt uns wie eine Mutter. Jesus sagt: Komm her zu mir alle, genau wie die Mutter aller Kinder in Sonnenau. Es heißt auch geht den engen und nicht den weiten Weg und die Kinder gehen durch den ganz schmalen Weg. Weiter steht auch in der Bibel, dass es ein ewiges Licht geben wird, was durch den Frühling direkt neben dem Winter ausgedrückt wird. Auch zu der Stelle, dass die Pforte nie wieder aufgeht, findet man in der Bibel weitere Belege. Aber noch ist sie geöffnet, auch ein Beleg dafür, dass Gott darauf wartet, dass wir zu ihm kommen.
Ich muss den anderen Rezensionen widersprechen, denn ich denke, dies ist sehr wohl eine Geschichte gerade für Kinder. Denn in der Bibel heißt es auch, werdet wie die Kinder. Nur ihre Phantasie besiegt die Angst vor dem Tod. Das ist, finde ich, dass schönste und wertvollste, was Astrid Lindgren den Kindern, für die sie diese Geschichten geschrieben hat, mit auf den Weg geben kann, sie stark zu machen für das Leben, dass sie selbst vor dem Tod keine Angst mehr haben. Denn wenn es auf der anderen Seite, hinter den Bergen so aussieht wie in Niangala oder Sonnenau, ist es wirklich eine schöne Aussicht und ein wunderebarer Trost.