Calixthe Beyala ist in Kamerun geboren. Nach Studien in Afrika, Spanien und Frankreich lebt sie nun in Paris. Dies ist ihr erster Roman, der ihr in Frankreich große Bewunderung eintrug. Sie heißt Ateba, ist neunzehn und lebt im elendsten Viertel der Stadt Awu irgendwo in Afrika. Von ihrer Mutter, einer Prostituierten, verlassen und von einer tyrannischen Tante aufgezogen, fragt sich Ateba, warum die Frauen sich so unbelehrbar und versessen dem Mann unter werfen, ausliefern oder verkaufen. Und dann muss sie selbst durch die Erfahrung des Mannes hindurch, die Gewalt des «Sonnengötzen» überstehen, um zu einer Feminität zu finden, die sie achten kann. Hier wischt eine wortgewaltige, leidenschaftliche Erzählerin überzeugend einen Wust von munteren Klischees über die afrikanische Frau hinweg und verwandelt deren bislang stumme Wut in Kunst.