Ich gebe zu, ich war beim Kauf skeptisch. Ich kannte Mario Kart schon, als die Karts für den Super Nintendo noch wie frisierte Rasenmäher aussahen. Ich war es also gewohnt, mit Klempnern, Affen und Prinzessinen über die Piste zu heizen, die Figuren aus der Sega-Welt sagten mir so gar nichts - schon gar nicht die Fahrer im vorliegenden Rennen.
Zuerst einmal die harten Fakten: Was hat dieses Spiel mit dem elend langen Titel zu bieten?
- 9 Rennmodi
- 20 Strecken + 20 Spiegelstrecken
- 10 Cups á 4 Strecken
- 4 lokale Multiplayer-Modi (für bis zu 4 Spieler per Splitscreen) in 5 Arenen
- 10 Startcharaktere + 14 freispielbare Charakter
- Gegen die Zeit-Modus
Rennmodi
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Der umfangreichste Part des Spiels ist die Welttour im Karrieremodus. Hier spielt man sich etappenweise durch insgesamt sechs Welten. Innerhalb dieser Welten muss man Herausforderungen bestehen, um so Sterne zu sammeln. Je nachdem, auf welchem Schwierigkeitsgrad man diese absolviert (Leicht, Mittel, Schwer, freischaltbar: Extrem Schwer), bekommt man eine bestimmte Anzahl an Sternen, die nötig sind, um neue Strecken, Charaktere und Kits freizuschalten und um das Tor in die jeweils nächste Welt zu öffnen. Die Herausforderungen bestehen aus insgesamt sechs Rennmodi:
Rennen:
Ein ganz normales Rennen mit Items, wer zuerst ins Ziel kommt, gewinnt.
Kampfrennen:
Wie ein normales Rennen, nur dass jeder Fahrer drei Leben hat und ausscheiden kann. Gewinner ist, wer als erster die Ziellinie überquert oder als einziger übrig bleibt.
Verkehrsstau:
Hier sind neben dem Spieler jede Menge Autos auf der Strecke, die der Spieler nicht berühren darf, während er einer Laserschranke, die zwei dieser Autos miteinander verbindet, hinterherjagd. Hierbei läuft ein Countdown, d.h. schafft es der Spieler innerhalb einer gewissen Zeit nicht, diese Schranke zu passieren, hat er verloren. Passiert er eine Schranke, so bekommt er wieder ein paar Sekunden gutgeschrieben. Die Autos sind in grüne, gelbe und blaue unterteilt. Grüne fahren einfach nur die Strecke entlang, während gelbe sie diagonal durchfahren und blaue Polizeiautos ganz gezielt versuchen, den Spieler zu rammen.
Ring-Rennen:
Reine Flugstrecken. Der Spieler muss in einer bestimmten Zeitangabe Checkpointe passieren. Diese sind durch große Ringe miteinander verbunden, die dem Spieler, durchfliegt er sie, einen Turbo einbringt, um etwas Zeit zu sparen.
Turbo-Herausforderung:
Ein Rennen ohne Items, dafür mit vielen Turbo-Feldern, die dem Spieler, überfährt er sie, einen Geschwindigkeitsschub einbringen.
Verfolgung:
Der Spieler jagt einem Panzer nach, den er mit Raketen abschießen muss. Der Panzer feuert dafür mit grünen Klopsen, roten Feuerbällen und, hat man ihn lange genug geärgert, mit violetten Heizkörpern zurück. Explodiert der Panzer, hat der Fahrer gewonnen, explodiert der Fahrer, hat, naja, der Panzer gewonnen.
Versus:
Der Fahrer muss mehrere Fahrer einzeln hintereinander auf der Strecke schlagen. D.h., er muss nach Ablauf eines Countdowns in Führung liegen. Hat er das geschafft, taucht der nächste Gegner auf. Je nach Stufe tauchen hier 3-4-5 Gegner auf.
Drift-Herausforderung:
Ein Rennen ohne Items, bei dem es darum geht, Checkpointe in einer gewissen Zeit zu passieren. Um Zeit dazuzugewinnen, muss der Spieler so lange wie möglich zwischen den einzelnen Checkpointen driften.
Sprint:
Hier fährt man alleine und ohne Items gegen einen Ghost. Pro Versuch hat man drei Runden Zeit, um die Bestzeit desselben zuschlagen.
Die Strecken
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Die Strecken sind sehr, sehr abwechslungsreich. An den Bezeichnungen der einzelnen Welten (Sonnenküste, Eisiges Tal, Brennender Himmel, Motorblock, Mondscheinpark & Super-Showdown) merkt man bereits sehr gut, dass hier wirklich alles dabei ist. Den Spieler verschlägt es neben den üblichen Orten u.a. in Horrorschlösser, auf Hochhäuser, in Lava-Burgen, mexikanische Städte und auf einen Todesstern. Die Detailtiefe der Level ist atemberaubend. So fährt man durch etwas, das aussieht, wie ein Versuchslabor, weicht den Frankenstein-Elektroblitzen aus, während rechts in einem riesigen Käfig ein Monster hockt und einen finster anstarrt. Überall in diesen Welten finden sich tausende kleine Details, die man nach den ersten paar Runden gar nicht alle mitbekommt, weil es einfach so viele sind. Sei es jetzt die Zombiehüpfburg im Gruselschloss, ein riesiges Seeungeheuer oder die dreiköpfige Hydra in einem Säurekanalsystem. Die durchaus sehr stimmungsvolle Musik rundet diesen Augenschmaus perfekt ab und sorgt für ein einzigartiges Fahrfeeling. Strecken wie die Träger-Zone, in der man auf den Decks von Flugzeugträgern herumkurvt, sich zwischenzeitlich in die Lüfte schwingt, neben Jets herfliegt und auf Booten Zerstörer umkurvt, während um einen herum ein verdammter Krieg tobt, sind einfach die besten Level, die ich bis dato in einem Rennspiel gesehen habe.
Um dem noch eins draufzusetzen ändern sich viele Level mit der Zeit. Wo in Runde 1+2 noch eine Brücke war, die man mit dem Auto überqueren konnte, kann so in Runde 3 ein rauchender Trümmerhaufen auftauchen, gefolgt von einem Portal, das das eigene Gefährt in ein Boot oder ein Flugzeug verwandelt. Es macht auch einfach einen Riesenspaß, dabei zuzusehen, wie sich der eigene Rennbolide im Flug transformermäßig in einen Kampfjet oder ein Motorboot zerlegt.
Muliplayer-Modi
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Rennen:
Ein ganz normales Rennen mit Items für mehrere Spieler.
Arena:
Ähnlich wie das Luftballon-Duell bei Mario Kart, haben die Fahrer hier jeweils drei Leben und versuchen, sich gegenseitig mit Items abzuschießen
Kampf:
Dasselbe wie Kampfrennen im Karrieremodus, die Spieler fahren ein Rennen mit Items und haben jeweils drei Leben. Wer als erster durchs Ziel fährt oder als einziger überlebt, hat gewonnen.
Fang den Chao:
Der/die/das Chao, man möge ich aufklären, ist ein kleines Männchen, das drei Sekunden nach Start irgendwo in der Arena auftaucht. Die Aufgabe der Spieler besteht darin, den Chao zu fangen und ihn in die eigene Zone zu bringen, also ein Capture the Flag-Spiel mit Items.
Turbo:
Dasselbe wie Rennen, nur ohne Items und mit Turbo-Feldern.
Die Charaktere
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Zur Auswahl stehen anfangs folgende Kandidaten. Für jeden, der die Dinger wie ich vorher nicht kannte, eine kurze, ja, Skizzierung.
Sonic (blauer Fuchs in verhältnismäßig riesigen roten Schuhen)
Tails (Gelber Fuchs)
Knuckles (roter..Hund?)
AiAi (Ein Äffchen mit riesigen Ohren)
Beat (Ein Typ, der aussieht, als würde er nachts in einem Insektenkostüm Verbrecher bekämpfen. Fährt auf Inlinern, obwohl er bereits auf einem Racer sitzt)
Amy (rosa Fuchs)
B.D. Joe (schwarzer Taxifahrer, lenkt lässig mit nur einer Hand)
MeeMee (Ein Äffchen mit riesigen Ohren UND einer rosa Schleife. Fährt eine rosa Banane, vermutlich das weibliche Gegenstück zu unserem AiAi)
Ulala (Ein Mädel in den besten Jahren mit rosa Haaren)
Ralph (Eine Mischung aus Arnold Schwarzenegger und Popeye, der eine Art Monstertruck mit Abrissbirne fährt)
Jeder dieser Charaktere hat 1-5 Punkte in den Bereichen Geschwindigkeit, Beschleunigung, Handling, Turbo und Allstar. Diese Gewichtung ist zwar fest, kann man durch entsprechende Kits jedoch ändern, die man im Laufe des Spiels freischaltet. So hat unser Sonic bspw. standardmäßig Geschwindigkeit 5 und Handling 3. Rüsten wir ihn mit dem Ausgeglichen-Kit aus, ändert sich das auf Geschwindigkeit 4 und Handling 4. Da jedem Fahrer irgendwann ein halbes Dutzend Kits zur Verfügung steht und die Gewichtung bei jedem anders ist, sollte hier für jeden Anspruch das passende zu finden sein.
Die Items
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Allstar:
Sowas wie der Stern bei Mario-Kart. Man ist unverwundbar und verwandelt sich in eine Special-Form des eigenen Gefährts, die bei jedem Charakter anders aussieht. Hierbei genießt man u.U. Vorteile wie irrwitzige Geschwindigkeit, das Versenden durchaus schädlicher Schockwellen oder das Abschießen zerstörerischer Gegenstände.
Feuerwerk:
Eine Rakete, die man nach vorne und nach hinten abschießen kann. Prallen an Wänden ab und schwirren dann wie wild hin und her, daher sehr in langen, engen Gängen zu empfehlen..
Drohne:
Sowas wie der rote Panzer bei Mario-Kart. Der Fahrer schießt eine Miniatur-Ausgabe seines eigenen Fahrzeugs ab, welches das nächstgelegene Opfer zielsicher aufspürt.
Eiskanone:
Dem Spieler stehen drei Eisschüsse zur Verfügung, die er wahlweise nach vorne oder hinten abfeuern kann. Trifft man einen Gegner gleich 3x, friert dieser ein.
Schwarm:
Vergleichbar mit dem blauen Stachelpanzer bei Mario-Kart. Hierbei handelt es sich um einen Schwarm Bienen, der automatisch auf den führenden Fahrer gehetzt werden kann. Die Bienen beziehen auf der Strecke Stellung und bilden Hindernisse, ähnlich den Bananenschalen bei Mario-Kart.
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