Die Gruppe ist das uneheliche Kind von Zakk Wylde. Einer breiten Öffentlichkeit als "bezahlter Killer", sprich: Leadgitarrist von Ozzy Osbourne bekannt geworden, spielt dieser neben Gitarre auch das Klavier ganz ansprechend.
Vom Künstler bekannt ist zunächst die entspannte Soloscheibe "Book Of Shadows"; wenigen allerdings - die dieses Werk dafür umso heißer lieben - sagt auch "Pride&Glory" etwas - ein brachial guter, sehr stark Southern-Rock geprägter Geniestreich mit Metaleinflüssen. Quasi eine Alleingeburt des Helden.
Nachdem leider offenbar die Solopfade bzw. das Southern-Experiment nicht rasend erfolgreich gewesen waren, gründete Wylde unverzagt eine Metaltruppe. Deren Debüt liegt hier vor.
Und: ein toller Einstand!
Die Gruppe ist eine Mischung aus Soundgarden, sehr viel Black Sabbath und etwas Jimi Hendrix, sehr schwer jedenfalls einzuordnen; in der Fachkritik wird immer von "Doom-Metal" gesprochen, was mir doch etwas zu engherzig erscheint (ist das OEvre doch sehr vielseitig).
Eines ist sicher: man setzt primär auf knallharte Gitarren. Die Stimme von Zakk Wylde ist die eines Grizzlybären, brachial, brutal, röhrend. Elch on the rocks. Wiedererkennungwert: hoch!
Die Titel sind astreine Rockware der harten Art: "Hey you", "Mother Mary", "World of trouble", das alles sind Ohrwürmer im Metalreich. Aber man kann auch anders: "T.a.z." ist ein heftiges flamencoartiges Instrumental (der akustischen Art), "Spoke in the weel" gar eine Art Ballade. Höhepunkte auszumachen ist schwierig, da alles auf hohem Niveau oszilliert; für mich sticht allenfalls "The beginning...at last" hervor, das die Sex Pisols entthrohnt; auch "Lost my better half" und "Peddlers of death" sind noch etwas besser als der Rest.
Daher: famoses Debüt einer knallharten Truppe; für lange Zeit ihr bestes Werk!