Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der zweite Streich ..., 31. Juli 2008
... von Leonard Cohen als Singer-/Songwriter liegt in diesen Aufnahmen von 1969 vor ... der bereits seit über 10 Jahren in Kanada als Lyriker und Romanautor gefeierte Künstler hatte bei diesen Aufnahmen glücklicher Weise etwas mehr Einfluss auf das Arrangement der Songs, so dass Perlen abgründiger Lyrik wie "You know who I am" (mit Zeilen wie "I need you to carry our children in, and I need you to kill a child") oder die bissige Vertonung und Interpretation der Geschichte von Abraham und Isaac aus der Tora in "Story of Isaac" noch klarer und unmittelbarer auf den Zuhörer wirken können, als die z.T. in Streichern versinkenden Songs der ersten Platte (deren Arrangements ja nicht von Cohen beeinflusst werden konnten, aber das passierte zu der Zeit sogar Größen wie Miles Davis u.a.).
Zweifellos ist "Bird on the Wire" (hier noch in der Urversion zu hören, also mit der etwas naiv anmutenden Zeile: "If I have been untrue, I hope you know, it was never to you", die Leonard später in "if I have been untrue, it's just that I thought a lover had to be some kind of liar too" änderte und es live, z.B. auf der 2008er Tour auch nur noch so singt) eines der einprägsamsten Stücke aus Cohens Feder, das hier erstmals auf Platte erschienen ist.
Das ganze Album wirkt ein wenig rauer als das vorherige, auch mehr von der Thematik der Vatersuche Cohens geprägt, die sich in Stücken wie dem oben bereits erwähnten "Story of Isaac" ("And you who build these altars now, to sacrifice these children, you must not do it anymore"), aber auch "The Butcher" ("I am what I am, and you are my only son.") und "The Old Revolution" - das von Cohens Erfahrungen (und Enttäuschungen) mit Castros Kuba geprägt ist - widerspiegelt. Gerade in "The Old Revolution" deutet sich aber zugleich auch eine Tendenz an, die sich durch Leonards gesamtes Werk zieht. In einer Zeile dieses Songs heißt es: "Even damnation is poisoned with rainbows." Darin zeigt sich meiner Meinung nach das, was 23 Jahre später im "Anthem" auf "The Future" hervorbricht: "There is a crack in everything. That's how the light gets in." Jennifer Warnes, die viele Jahre Backup für Cohen gesungen hatte, berichtet davon, dass er ihr in persönlichen Gesprächen immer wieder den Hinweis gegeben hatte, Gott stecke im Detail ... Meine Wahrnehmung ist diese: Nur eine sehr reife Seele kann in die Abgründe des Lebens eintauchen, die Leonard Cohen auch auf dieser Platte erforscht, ohne bleibende Schäden zu nehmen ...
Fazit: Eine starke zweite Platte, die vom ersten bis zum letzten Stück aus meiner Sicht absolut und immer wieder hörenswert ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klassiker im Schaffen eines feinsinnigen und intensiven Meisters, 11. September 2009
Das gesamte frühe Werk von Cohen verströmt eine sehr eigentümliche Magie und Atmosphäre. Auch hier wird man zum Teil sehr stark in die Stimmungen aufgesogen und der eigene Puls unterwirft sich der vereinnehmenden Musik.
Eine dunkle Ruhe und Entspanntheit macht das Zuhören zu einem besonderen Erlebnis.
Für Fans von Leonard Cohens Essenz ist diese Platte ein Muß, ohne wenn und aber...
Im Prinzip würde sich die Anschaffung auch schon für das stimmungsvolle Foto auf der Albumrückseite lohnen...;-) Eine geheimnisvolles, fragiles Paralleluniversum.
Gruß und viele intensive Momente damit!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es geht weiter, 20. Oktober 2008
Cohens zweites Werk steht dem ersten Album in nichts nach. Einigen fehlt es an Entwicklung und Veränderung, aber Cohen bleibt seiner Linie treu und liefert grandiose Lieder wie "Bird on the wire". Viele der anderen Songs werden unterschätzt. Ob "Stroy of Isaac" oder "Seems so long ago, Nancy" sind geniale Songs. Ein würdiger Nachfolger zum ersten Album.
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