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Nicolas Sfintescu und Ezechiel Pailhes machen sehr ernst zu nehmende Musik, auf eine ganz und gar nicht ernst zu nehmende Art und Weise.
Jeder Versuch die Zusammenstellung auf diesem Album mit Worten zu erfassen muss scheitern.
So soll dies nun auch auf höchstem Niveau geschehen:
Man nehme etwas ausgelassenen Charles Aznavour, rühre reichlich Tom Waits unter und schlage dies mit einer gehörigen Prise Herbert auf. Den fertigen Teig gebe man in eine mit beliebigen Instrumenten sorgfältig ausgeriebene Napfform und backe dies bei mittlerer Temperatur eine gute Weile aus.
Vom noch brühwarmen Kuchen probiere man beherzigt ein ordentliches Stück und verschenke den Rest kurzerhand.
Nun nehme man die gesamten Instrumente wieder zur Hand, sich Streicher, Bläsersätze sowie die Freundin von Herbert zur Seite und ein gar zünftiges Album auf. Ein sehr musikalisches mit verschiedensten Rhythmen, wundersamen Klängen, komischen Stimmen und herrlichen Melodien. Etwas Electroblues, etwas Housechanson und vielleicht Zweimanngospelwalzer dazu und fertig ist ein Riesenspaß.
Wer schon immer mal seine gesamten Sprachkenntnisse in Englisch und Französich gleichzeitig verlieren wollte oder zumindest den Glauben daran, ist mit diesem Produkt bestens beraten. - Unbestätigte Gerüchte mutmaßen, das weder Sfintescu noch Pailhes ihre Muttersprache persönlich kennen, geschweige denn mit Vornamen ansprechen.
Bestätigte Gerüchte besagen, dass die beiden außer Rand und Band geraten und so ziemlich alle Register ausziehen, wenn man ihnen erlaubt irgendwo ihre Liedkunst on the Rocks aufzuführen.
Bei dem riesen Spaß, den allein dies köstlich produzierte Album im trauten Heim bereitet, glaubt man das ungesehen aufs Wort.