Es ist wirklich kein Zufall, wenn Nick Hornby in seinem Buch "31 songs" darauf hinweist, dass "Songs from Northern Britain" eine der besten Pop-Platten der Welt ist. Es ist aber genauso wenig ein Zufall, dass viele Kritiker das Ding damals, als es rauskam, als belanglos, ja langweilig bezeichneten. Diese Platte erschliesst sich einem erst nach einer Weile, obwohl sie vermeintlich seicht daherkommt. Doch so simpel, wie die Songs beim ersten Mal durchhören scheinen, sind sie nie und nimmer. Sie haben auch vier Jahre nach ihrem Erscheinen noch immer Gewicht. Sie werden nie unmodisch sein, vielleicht gerade deshalb, weil sie nie modisch waren. Doch welche andere Band ist in der Lage einen derart berührenden Popsong wie "Ain't that enough" zu schreiben, ohne je kitschig zu wirken. Diese Harmonien berühren einen im tiefsten Inneren. So was konnten echt nur ganz grosse Bands (Beatles). Überhaupt der mehrstimmige Gesang ist Sonderklasse. Also: Wer so etwas wie Gefühle hat und nicht immer den harten Max markieren muss, den kann diese Platte niemals kalt lassen. Grosse Melodien einfach inszeniert und doch mit Tiefe, das haben Teenage Fanclub immer schon gekonnt. Hier geschieht es in grosser Vollendung.