Dieses Werk zu beschreiben, ist wirklich keine einfache Aufgabe, denn so richtig passen keine gängigen Beschreibung dazu. Sicher kann man die Richtung eingrenzen und so liegt der Sound irgendwo zwischen Gothic, Black Metal, Folk und Sypmhonic Metal. Doch dies ist bei weitem nicht alles und somit ist für Abwechslung gesorgt. Freunde der genannten Genres sollten also ruhig ein Ohr riskieren.
In erster Linie könnte man "Songs of Moors..." als vertonte Melancholie in all ihrer traurigen Schönheit bezeichnen. Für diese Stimmung schöpfen Empyrium alle musikalischen Mittel aus: zarte Akkustikparts, brachialer (Black) Metal, verträumte Synths und bombastische Orchestrierung durch z.B. Flöten und Chellos treffen hier aufeinander. All diese Elemente greifen harmonisch in einander und verschmelzen zu einem homogenen Ganzem.
Natürlich wurden die Vocals ebenso durchdacht gestaltet. Der Sänger besticht durch riesigen Abwechslungsreichtum, egal ob Sprechen, Flüstern, Schreien oder Singen, alles passt perfekt zur jeweiligen Musik. Kein Wunder das er auf späteren Werken sogar opernhaften Gesang einsetzt, dieser Mann kann einfach alles! Durch solch eine Darbietung macht es Spass, die englischsprachigen Texte über das Moor, die Schönheit der Nacht und die bittere Einsamkeit im Booklet mit zu verfolgen.
Ganz klar: Empyrium erschufen mit diesem Album einen progressiven Meilenstein. Dennoch ist dies nur ein einzelner Baustein der durchweg begeisternten Diskografie dieser Ausnahmeformation. Einfach traumhaft und genial!