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Songs of Mirth and Melancholy
 
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Songs of Mirth and Melancholy

Branford Marsalis Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (24. Juni 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Marsalis Music (Universal)
  • ASIN: B004XD06UY
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.626 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. One Way 7:13Nur Album
Anhören  2. The Bard Lachrymose 4:28EUR 0,99
Anhören  3. La Valse Kendall 7:41Nur Album
Anhören  4. Face On The Barroom Floor 4:31EUR 0,99
Anhören  5. Endymion 6:03EUR 0,99
Anhören  6. Die Trauernde 1:42EUR 0,99
Anhören  7. Hope 8:49Nur Album
Anhören  8. Precious 6:02EUR 0,99
Anhören  9. Bri's Dance 8:04Nur Album


Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Der Saxophonist Branford Marsalis scheint in dem Pianisten Joey Calderazzo sein musikalisches Alter Ego gefunden zu haben. Nur wenige andere zeitgenössische Paarungen dieser Instrumentalkombination haben sich als so inspiriert und produktiv erwiesen wie jene von Marsalis und Calderazzo. Innerhalb des Marsalis Quartetts stellen die beiden das seit Jahren weltweit unter Beweis, nun erscheint ihr allererstes Duo-Album, das die Herzen von Jazzfans höher schlagen lassen dürfte.

Multitalent und Grenzgänger Marsalis, der aus einer hochmusikalischen Familie stammt und sich im Laufe seiner Karriere als hervorragender Musiker nicht nur im Jazz einen Namen machte (man erinnert sich u.a. auch gern a Buckshot LeFonque), lässt für dieses Album viele Einflüsse seines musikalisch reichhaltigen Lebens wirken. Vor allem persönliche Lieblingsthemen aus der Klassik haben ihn inspiriert. Die melodischen Qualitäten seines Partners Joey Calderazzo, der hier auch als Komponist in Erscheinung tritt, unterstreichen den lyrischen Improvisationsansatz des Albums, das als ein Jazz-Highlight des Jahres gefeiert werden darf.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pure Freude erleben! 2. Februar 2012
Format:Audio CD
Meine Damen und Herren,

herzlichen Glückwunsch. Sie sind kurz davor, die beste Jazzplatte der letzten 2-3 Jahre zu erwerben. Von Glück können Sie sprechen, auf dieser Seite angelangt zu sein. So wie auch ich das Glück hatte, diese Aufnahme miterleben zu dürfen.

Bereits der erste Titel lässt kein Auge trocken. Das rollende Piano von Calderazzo und die feinen Interpunktierungen von Marsallis machen Lust auf mehr und man erwartet, dass dieses Groovefeuerwerk sich über das Album hinwegziehen wird. Doch siehe da, es folgt die 180° Kehrtwende. Man sinkt in eine tiefe und ehrliche Balade herab, die so gar nicht nach dem klingt was man erwartete. Nach ersten Zweifeln und genauem Hinhören aber ist man mittendrin. Entreißen zwecklos. Es folgt mit Valse Kendall ein Stück das an Zartheit und Sanftheit nicht zu übertreffen ist. Das melancholische Saxophon von Marsalis und das schwere Piano von Calderazzo finden zueinander, trennen sich, laufen gemeinsam wie ein Uhrwerk, lösen sich auf in der Stille. Doch die ist rasch vorbei und der Zuhörer wird geweckt von Face On the Barroom Floor. Die klare Struktur wirkt fast orchestral.

Mit Endymion folgt für mich der Höhepunkt. Auch nach 100maligem Hören schaffe ich es nicht, die melodischen Höhenflüge von Marsalis nicht wie ein Dirigent mit schwingendem Finger nachzufahren. Und dann Calderazzo: wie aus dem nichts wird ein Solo mit atemberaubender Präzision aus dem Hut gezaubert. Es geht rauf und runter. Jazz? Klassik? Wer weiß das schon! Bevor man darüber nachdenken kann hat Marsalis das Ruder bereits wieder übernommen. Spielt wie im Rausch. Immer höher, immer weiter. Man erwartet jeden Moment den Zenit, doch er ist immer einen Schritt voraus. Man kann dieses Stück gar nicht weiterdenken. Es wirkt, als hätte Calderazzo alle Hände voll zu tun um hinterher zu kommen, es ist wie eine Schlacht! Und am Ende? Der große Knall? Der Sieg? Weit gefehlt! Schier lautlos legen sie die Waffen nieder und es ist Frieden.

Nach dem Intermezzo Die Trauernde folgt mit Hope wieder eine sanfte Balade voller Abwechslung und orchestralem Schluss. Man kann sich wirklich nicht vorstellen, dass da nur 1 (!) Saxophon im Spiel ist. Woher kommt diese Kraft? Nachdem Precious einen wieder auf den Boden bringt glaubt man, jetzt fehle nur noch ein sanftes Ende und man ist völlig hinweggespült von sanften Tönen und melodien.

Falsch! Bri's Dance macht seinem Namen alle Ehre und man weiß gar nicht mehr wo das denn jetzt noch herkommen soll. Nach imposantem Thema von Marsallis folgt - abwechselnd mit lauten Läufen von Marsallis - ein gewaltiges Pianosolo von Calderazzo; für mich eines der besten die ich je gehört habe. Es reißt einen einfach nur mit! Und jetzt gibt es kein Halten mehr! Ab jetzt braucht es einen echten Jazzfan! "Don't try this at home" ist die hier angebrachte von Brecker bekannte Devise. Nach wilden Soli folgt nochmals die Reprise auf das Thema und Schluss! Was bleibt ist Freude!

Ich habe diese CD jetzt schon dreimal verschenkt. Alle waren begeistert! Ein absolutes Must-Have!
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gerhard Mersmann TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Größte, was ein Musiker erreichen kann, zumal in Zeiten der technischen Reproduzierbarkeit und Vermarktung, ist die Unabhängigkeit. Manche, vor allem im Jazz, führen notgedrungen eine Doppelexistenz, indem sie einerseits das machen, wozu sie sich bestimmt fühlen und andererseits sich dort verdingen, wo sie das nötige Kleingeld verdienen, um den Kühlschrank voll zu bekommen. Branford Marsalis gehört zu den wenigen zeitgenössischen Jazzmusikern, die sich ihre Unabhängigkeit im Laufe der Jahre konsequent erkämpft haben und diese auch nutzen. Sein neues Album mit dem Titel Songs of Mirth and Melancholy, welches er zusammen mit dem Pianisten aus seinem Quartett, Joey Calderazzo, aufgenommen hat, ist eine Revue durch die kompositorische Architektur des Jazz.

Es ist kein Wunder, dass Marsalis, der schon mal seinem Fahrer auf dem Weg zur Bank die Anweisung gibt, solange um den Block zu fahren, bis das Wagnerstück im Radio zuende ist, sich in den Duetten nicht nur an der amerikanischen Tradition, sondern auch an Motiven aus der europäischen Klassik orientiert. Auch wenn Marsalis und Calderazzo gegenwärtig eher provozierend von den gleichbleibend läppischen zwölf Tönen sprechen, die von den Sex Pistols bis Brahms maximal zur Verfügung stünden, wird beim Hören sehr deutlich, was die beiden zumindest momentan interessiert.

Mit One Way wird ein Reigen eröffnet, der alles andere als nur eine Richtung beinhaltet, aber nicht umsonst in seiner musikalischen Gestaltungsweise an die Heimat Marsalis, Big Easy, New Orleans, erinnert und einen eindeutigen Hinweis auf die eigene Tradition gibt. Schon bei Valse Kendall und Face on the Barroom Floor wird jedoch deutlich, wie sehr die Bindungen in das Alte Europa sind. Umso erstaunlicher ist die Reverenz an Brahms Die Trauernde, die Bezüge aufdeckt, die bei einem Musiker afroamerikanischer Provenienz nicht so evident sind. In diesem Punkt steht Branford Marsalis in der spirituellen Tradition eines Charles Mingus, der sich von Bach lieber inspirieren ließ als von seinen Zeitgenossen. Und mit Bri's Dance leisten sich die beiden noch etwas, was hierzulande fast einer Blasphemie gleicht: sie greifen das Thema der deutschen Nationalhymne auf, um sie gleich so zu ergreifen, dass plötzlich das Trauma, unter dem die Deutschen leiden, wie weggeblasen ist.

Die insgesamt neun Stücke sind etwas für reflexive Stunden, in denen unabhängiges Denken und eine Offenheit für das Ungewohnte vorherrschen. Eingefahrene, egal auf welchen Bahnen, werden an den Kompositionen und Interpretationen dieses freigeistigen Duos keine Freude haben, denn die Stücke bestätigen nichts Feststehendes. Wer, so könnte man hinzufügen, nicht den Willen mitbringt, die zeitgenössische Musik auch einmal anders herum zu denken, der wird sich auch nicht daran erfreuen können, dass hier zwei Ausnahmemusiker am Werk sind, die, selbst nicht einmal mit einer Hand des Pianisten eine Rhythmussektion simulieren müssen, um ein Zeitmaß für ihre Ausführungen zu finden. Marsalis ist ein Saxophonist, dessen Ansatz die Ehrfurcht des Übenden hervorruft, der nichts dem Zufall überlässt und dennoch das Kunststück fertig bringt, experimentell zu bleiben. Calderazzo ist das kongeniale Pendant, er führt die Linien immer wieder zusammen, die beide im Übermut zerreißen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tolles Duett 7. August 2011
Format:Audio CD
Die Musiker der Marsalis-Famlie fallen ja des öfteren durch abgehoben elitäre Sprüche auf, die das Gefühl vermitteln, sie sähen sich als Sprachrohr der letzten "echten" Jazzer. Europäer sind demnach sowieso nicht zu gutem Jazz in der Lage. Diese markigen Sprüchen werden leider oft begleitet von mittelmäßig originellen eigenen Veröffentlichungen.
Ich probiere es trotzdem immer wieder. Und muss sagen: Selten habe ich eine Jazz-Platte gehört, die so gelungen ist und soviel Substanz hat wie dieses Duett. Mehr muss meiner Meinung nach nicht dazu geschrieben werden - Musik ist durch (meine) Worte nur unzulänglich beschreibbar - es bleibt, diese Aufnahme in Ruhe und konzentriert zu genießen und auf sich wirken zu lassen - sie ist es meiner Meinung nach wirklich Wert!
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