Alicia Keys Debüt-CD hat recht wenig mit dem typisch amerikanischen R-n-B-Sound zu tun. Das liegt sicherlich zum Teil daran das Miss Keys nicht nur singt, sondern auch Piano spielt. Zum anderen Teil textet sie ihre Songs selbst und ist auch als Hauptkomponistin verantwortlich.
Das Ergebnis ist nicht der typische und hitparadentaugliche Einheitsbrei den die amerikanische Musikindustrie sonst zu bieten hat, sondern eher eine Beutezug durch die *Black Music*. Es entsteht eine gelungene Mixtur uns den besten Zutaten, die die schwarze Musik in den letzten 30 bis 40 Jahren zu bieten hat: Soul, jeden Menge Funk, sowie leichte Jazz-Anklänge geballt mit einer guten Menge Groove, sowie der (fast) komplette Verzicht auf nervende Rap-Einlage. Gleichzeitig perfekt anrangiert, aber nicht überproduziert.
Eine bemerkenswert gute Scheibe, die zurecht der Abräumer bei den Music Awards war.
Anspieltipps: die Hitsingles *A Woman Worth*, *Fallin* und *Girlfriend*, sowie das funkige *Rock Wit U* und die Ballade *Butterflyz*
FAZIT: Perfekter Einstieg für Miss Keys...