Alicia Keys erfolgreicher Beutezug durch die Musiklandschaft begann im Juni 2001. Ein Beutezug, der sie Millionen an Alben umsetzen und dutzenweise Trophäen abräumen ließ. Dabei hat ihr musikalischer Stil recht wenig mit dem typisch amerikanischen Hip-Hop- und R'N'B-Sound jener Tage zu tun, was sicherlich auch daran lag das sie nicht nur singt, sondern auch Piano spielt, ihre Songs selbst textet und auch als Hauptkomponistin verantwortlich ist.
Das Ergebnis war nicht der typische und hitparadentaugliche Einheitsbrei, sondern eine gelungene Mixtur aus den besten Zutaten, die die schwarze Musik in den letzten 30 bis 40 Jahren zu bieten hatte: Soul, jede Menge Funk, leichte Jazz-Anklänge, das alles geballt mit einer guten Menge Groove, sowie dem fast kompletten Verzicht auf nervige Rap-Einlagen. Gleichzeitig schaffte das Produzententeam es, die Songs zwar perfekt zu arrangieren, sie aber nicht überzuproduzieren.
Pünktlich zum 10. Jahrestag erschien die dazupassende Jubiläumsbox. CD 1 bietet erneut das grandiose Debüt. CD 2 enthält vier rare und zwei gänzlich unveröffentlichte Songs aus Alicia Keys' Repertoire. Ob man diese Edition als Fan allerdings wirklich zum glücklichsein benötigt bezweifele ich, vor allem in Anbetracht der Tatsache das zeitgleich eine 3-Disc-Deluxe-Edition erschien, die über sechs Bonustracks mehr verfügt und zusätzlich eine komplette DVD mit Videos und rarem Material auffährt.
Von mir gibts an dieser Stelle eine Mischwertung. Die Songs von *Songs in A-dur* sind durchgehend ihre 5 satten Punkte wert. Die Veröffentlichungspolitik dagegen verdient eher eine schlappe 1-Punkte-Wertung, da es eben besagte ausführlichere Edition gleichzeitig gab und diese Doppel-CD nur als ein müdes Abklatsch gesehen werden kann.
FAZIT: Anniversary Edition Light - 2,5 gerundete Punkte...