Beim Zuhören aus der Ferne, als Hintergrundmusik, erscheinen einige musikalische Läufe, ob nun Gesang oder Instrumental, leicht betrunken. Beim näheren Hinhören verstärkt sich dieser Eindruck noch. Liegt das nun an der Whiskeystimme von Daniel, die an einen jungen Tom Waits erinnert? Spielen die Musiker nicht perfekt zusammen?
Nein, dass nicht.
Die geschichtete Emotion wirkt so berauschend.
Die Trommel treibt und die Bläser erzählen einer Geschichte, die die Fortsetzung der Vokals darstellt.
Sicher wird hier moderne Musik gespielt, die entfernt an die Beats der Insel erinnert, aber thematisch handelt es sich um ein Konzeptalbum.
Eine Platte die eine Geschichte erzählt. Auf dem dritten Stück "dead ringer dead ringer" wird diese Gradwanderung zwischen Britpop und Märchen besonders deutlich.
So einfach wie das Album auf den ersten Ton erscheint, ist sie nicht.
Vom Hören zum Lieben vergeht eine geraume Zeit. Dann allerdings, ist die Entscheidung unumkehrbar.
Doch nun zurück zur Musik: So englisch sie auf das erste Ohr erscheint, so schwedisch ist sie.
Dabei erinnert nichts an ABBA oder Roxette, eben mehr an Britpop a la 'The Smith' im Hier und Jetzt, gepaart mit jazzig-virtuosen Klavierläufen wie im letzten Drittel von "Busy Bee". Ich gebe nur vier Sterne, weil man die Platte so oft und lange hören muss, um sie zu verstehen. Man höre sich dazu den Beginn von "3rd of December" an. Da muss man lange durchhalten bis das Stück wirklich fantastisch wird.
Dafür entschädigt das Zirkusorchester auf "rabbit boy"
Fünf Sterne gebe ich nur, wenn die Platte beim ersten Hören begeistert!
Die Aufnahmequalität ist in Ordnung, aber nicht außergewöhnlich.
Empfehlung: Kaufen, unbedingt! Oft hören! Lieben!