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Pianolastige Tracks, dazu die wirklich mit Soul gesegnete Stimme von Volcan Baydar, plus ein paar hollywoodreife Audioszenerien voller Emotionen und Leidenschaft -- so könnte man das musikalische Portfolio der beiden Herren aufs erste Hören beschreiben. Man könnte natürlich auch "Powerballaden" sagen, so seltsam das auch klingen mag. Aber: Ganz gerecht wird man dem Anspruch des Duos damit dann doch nicht, trotz überaus viel Gefühl und einer gehörigen Portion Druck auf die Tränendrüse -- wie auf dem traurig-poppigen "The Smile" oder dem melodramatischen "Million Years Of Rain".
In Sachen Promotion bekamen Orange Blue übrigens wieder Unterstützung von ganz oben: Die Single "The Sun On Your Face" klingt im Blockbuster "American Sweetheart" nach, während sich Sat1 "Powered By Emotion" als Jingle unter den Nagel gerissen hat. Gute Wahl, denn beide Tracks erweisen sich als hitverdächtige Songs auf dem Album und werden sich wohl ähnlich wie die Debütsingle "She's Got That Light" einige Zeit in den Charts aufhalten.
Bei aller Schmuselastigkeit gibt's auf Songs Of Liberty übrigens doch noch eine Ausnahme: "Love Is Made For Today" überzeugt durch ein paar abwechslungsreiche, dissonant rockigere Sequenzen. Na also: Orange Blue können's ja doch nicht nur auf die sanfte Tour! --Barbara Kleineidam
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Nun gibts das zweite Album der zwei Hamburger Jungs, betitelt mit "Songs Of Liberty". Wieder mit auf dem Albums sind Interludes, die die Songs miteinander verbinden. Die Interludes zeigen: Das Album ist eine Art musikalische Weltreise mit dem "Liberty"-Zeppelin. Entsprechend stylish ist auch das tolle Inlay gestaltet: Vince und Volcan als tollkühne Luftkapitäne.
Hat man in das Album auch nur kurz angehört, wird man sicher gleich bemerken: Orange Blue haben sich weiterentwickelt. Zwar sind die Songs größtenteils noch sehr balladesk, aber sind die Lieder sehr dicht und modern arrangiert. Man scheute sich nicht, moderne Synthi-Klänge oder wuchtige Drumloops einzusetzen. Es klingt alles sehr OB-typisch, aber einfach deutlich moderner.
Aber Fans, die nur auf Songs á la "Guilty" (also mit Vocals und Klavier) standen, werden bei "The Smile" glücklich sein. Hier spielt Sänger Volcan sogar Klavier. Auch ein Duett mit Pianist Vince findet sich auf der Platte ("Heaven was her name"), ebenso wie ein krachiger Gute-Laune-Song über die außerirdischen Glocalpyromanuals. Ein Highlight ist ebenso "Million Years Of Rain" (im Booklet steht "Thought Of A Butterly"), ein hymnischer Song mit Hit-Potenzial.
Besonderes Schmankerl ist der Hidden Track "Go and Get Yourself": Die Live-Aufnahme zeigt eine andere, jazzige Seite von Orange Blue. Tolle Aufnahme!
Insgesamt sei jedem die "Songs Of Liberty" ans Herz gelegt, die einfühlsame Musik zum Nachdenken mögen. Ein klasse Nachfolgewerk. OB-Fans habens sowieso schon alle...
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