...wäre mir eine große Enttäuschung erspart geblieben.
Als Sting-Fan und Dowland-Verehrer war diese Kombination gleichsam reizvoll wie gewagt.
Natürlich ist die Frage, inwieweit Sting mit seiner eher "nöligen" Stimme überhaupt den Dowland'schen Ton trifft, aber gerade das hatte -wie ich fand- durchaus seinen Reiz. Und genau da liegen Stärken und auch Schwächen der CD.
Natürlich erwartet man von Sting nicht 1a Rennaissance-Gesangskunst im Stile von Emma Kirkby etc. Und ebenso hat gerade das "Nölige" irgendwie (beim zweiten/dritten Hören) großen Charme, aber (und das versaut die Platte leider ungemein) verbockt er das Ganze dann unendlich, indem er nicht dem "Charme des Schäbigen" und Handgemachten treu bleibt, sondern einige Stücke mit mehrstimmigem "Sting begleitet Sting"-Gesang vermurkst. Das ist peinlich, schaurig, und wir dürfen froh sein, dass Dowland schon lange tot ist, sonst träfe ihn sicherlich umgehend der Schlag.
Dadurch geht leider der ganze Flair der CD flöten, die ansonsten sicherlich eigenwillig, aber dennoch klasse wäre. So ist's gedanken- und lieblos. Sehr, sehr schade. Weniger wäre deutlich mehr gewesen.
Das Laute-Spiel ist natürlich (wie zu erwarten war) gaaanz großer Sport, daher doch zwei Sterne.