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5.0 von 5 Sternen
JAHRHUNDERT-ALBUM IN PHÄNOMENALER KLANGQUALITÄT, 31. Dezember 2002
Wer schon mal gehört hat, Stevie Wonder sei so etwas wie eine lebende Legende, muss wissen, dass dieser Umstand im Wesentlichen den "Songs in the key of life" zu verdanken ist. Vernachlässigen wir dabei mal getrost sein Schaffen seit der Mitte der 80er Jahre, denn was er seit "Where I'm coming from", spätestens aber "Music of my mind", bis hin zum 1981er "Hotter than July" vollbrachte, war individueller, innovativster Motown-Sound und reichte allemal aus, den Legendenstatus zu zementieren. Sein künstlerischer Abstieg gipfelte im miserablen "In square circle", ausgerechnet ein Film-Soundtrack (zu Spike Lees "Jungle Fever") gehört zu den gehobenen Werken in der Phase annähernder künstlerischer Bedeutungslosigkeit nach 1981.Doch zurück zu "Songs in the key of life". Solange ich diese 24-bit-Remaster-Version nicht hatte, wusste ich nicht, dass es DIE CD ist, auf die ich am sehnsüchtigsten wartete. Sicher, die LP von 1976 klang schon gut, der Aufnahme war die Sorgfalt in jeder Rille anzuhören. Die erste Ausgabe auf CD war auch nicht schlecht, war aber dem analogen Bruder nicht sonderlich überlegen. Doch was ich mit dieser Hochbit-Fassung zu hören bekames, ist nur eines: schlicht umwerfend! Die glänzend arbeitenden Tontechniker dürften das restlos Letzte aus den Masterbändern herausgeholt haben. Die "Songs in der Tonart des Lebens" waren eines der meistgehörten Alben während meiner Flegeljahre. Sie sind es immer noch, nur dass ich sie jetzt viel lieber höre! Den Segen der Digitaltechnik sei Dank (kommt ab und zu vor), ist der Muff und Staub, der auf den Höhen lag, nun wie weg geblasen. Schlagzeugbecken zischen und klirren wie blitzeblank geputzt, das Klangbild ist luftig und dynamisch. Die Räumlichkeit ist Atem beraubend: Das Stereospektrum erklingt um Einiges breiter als der Abstand zwischen den Boxen es vermuten lässt. Glücklich ist der, der eine gute HiFi-Anlage hat! Dieses Meisterwerk in dieser superben Überspielung zu hören, ist wirklich ein Hochgenuss und macht viele der digitalen Verbrechen vergessen, die in der frühen CD-Ära verübt worden waren. Ran an die Bestellformulare, Leute! Ihr werdet es weiß Gott nicht bereuen.
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