Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zurück vom (Beinahe)Tod, mit einem superben Album im Gepäck., 26. Mai 2008
Es ist nicht ganz einfach, Jason Pierces 6. Studioalbum nicht als Reaktion auf seinen Beinahetod durch doppelseitige Lungenentzündung und seinen folgenden Aufenthalt im Spital zu hören. Bereits der Titel (A&E steht auch für Accidents & Emergency, Notaufnahme) spielt darauf an, und spätestens Death Take Your Fiddle" mit seinem an eine Beatmungsmaschine erinnernden Keuchen im Hintergrund scheint alles klar zu machen. Aber dann merkt man, dass die (meisten) Songs schlicht auch tatsächlich in A und E sind, zum Teil bereits vor der Krankheit geschrieben wurden, und dass die vermeintliche Beatmungsmaschine einfach ein tonlos gespieltes Akkordion ist. Und schliesslich muss Pierce ja auch nicht unbedingt sein Leben aushauchen, um todtraurige Songs zu schreiben, dafür bietet das Frühwerk genug Belege. Stellen wir deshalb einfach folgendes in den Raum: Mit Songs in A&E hat Pierce ein weiteres mal ein grossartiges Album gemacht, nach dem überladenen Let It Come Down und dem nur" sehr guten Amazing Grace sein bestes seit Spiritualizeds Meisterstreich Ladies & Gentlemen We're Floating in Space. Auf 12 Songs und 6 (Harmony Korine-inspirierte) Instrumentals als Verbindungen spielt Pierce alle seine Stärken in dem faszinierenden Gebiet aus, das er sich irgendwo zwischen den Velvets, Gospel und Michael Nyman erschlossenen hat und vermischt feedback-verseuchte Gitarren mit himmlischen Chören und traumhaft schönen Streichern über seinen mit fragiler Stimme gesungenen Liedern voller sterbenstrauriger Texte (freedom is just another word/when you've no one left to hurt"). Nicht allerdings, ohne das ganze gelegentlich auch mit geradezu beschwingten Songs wie Baby I'm Just A Fool" aufzulockern, die einen Weg aus der selbst- und drogeninduzierten Melancholie andeuten. Kurz gesagt, eine lebensveränderndes Album für Künstler und vielleicht auch Hörer, an der es nur eine einzige Sache auszusetzen gibt: warum zum Teufel ist das grosssartig rhythmisch groovende Yeah Yeah" bloss lachhafte 2.25 Minuten lang und nicht wenigstens 22.5?! Wir wünschen Jason Pierce nach Wiederherstellung seiner Lunge das nächste Mal einen noch längeren Atem.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zurück vom (Beinahe)Tod, mit einem superben Album im Gepäck., 26. Mai 2008
Es ist nicht ganz einfach, Jason Pierces 6. Studioalbum nicht als Reaktion auf seinen Beinahetod durch doppelseitige Lungenentzündung und seinen folgenden Aufenthalt im Spital zu hören. Bereits der Titel (A&E steht auch für Accidents & Emergency, Notaufnahme) spielt darauf an, und spätestens Death Take Your Fiddle" mit seinem an eine Beatmungsmaschine erinnernden Keuchen im Hintergrund scheint alles klar zu machen. Aber dann merkt man, dass die (meisten) Songs schlicht auch tatsächlich in A und E sind, zum Teil bereits vor der Krankheit geschrieben wurden, und dass die vermeintliche Beatmungsmaschine einfach ein tonlos gespieltes Akkordion ist. Und schliesslich muss Pierce ja auch nicht unbedingt sein Leben aushauchen, um todtraurige Songs zu schreiben, dafür bietet das Frühwerk genug Belege. Stellen wir deshalb einfach folgendes in den Raum: Mit Songs in A&E hat Pierce ein weiteres mal ein grossartiges Album gemacht, nach dem überladenen Let It Come Down und dem nur" sehr guten Amazing Grace sein bestes seit Spiritualizeds Meisterstreich Ladies & Gentlemen We're Floating in Space. Auf 12 Songs und 6 (Harmony Korine-inspirierte) Instrumentals als Verbindungen spielt Pierce alle seine Stärken in dem faszinierenden Gebiet aus, das er sich irgendwo zwischen den Velvets, Gospel und Michael Nyman erschlossenen hat und vermischt feedback-verseuchte Gitarren mit himmlischen Chören und traumhaft schönen Streichern über seinen mit fragiler Stimme gesungenen Liedern voller sterbenstrauriger Texte (freedom is just another word/when you've no one left to hurt"). Nicht allerdings, ohne das ganze gelegentlich auch mit geradezu beschwingten Songs wie Baby I'm Just A Fool" aufzulockern, die einen Weg aus der selbst- und drogeninduzierten Melancholie andeuten. Kurz gesagt, eine lebensveränderndes Album für Künstler und vielleicht auch Hörer, an der es nur eine einzige Sache auszusetzen gibt: warum zum Teufel ist das grosssartig rhythmisch groovende Yeah Yeah" bloss lachhafte 2.25 Minuten lang und nicht wenigstens 22.5?! Wir wünschen Jason Pierce nach Wiederherstellung seiner Lunge das nächste Mal einen noch längeren Atem.
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