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Los geht es mit dem 90 Sekunden dauernden "The Real Song For The Deaf", ein freches und unstrukturiertes Stück mit blubbernden Elektronik-Effekten, das möglicherweise auf dem Boden eines Swimmingpools aufgezeichnet wurde; die Platte explodiert bei Track zwei mit einem giftigen Schwall von Power-Akkorden und dem jetzt schon zum Klassiker gewordenen mörderischen Oliveri-Gebrüll. Hier wird schon das durchgängige Konzept und die Idee dieses Albums vorgestellt, wenn ein echt klingender Ansager von L.A.'s "Clone" Radio Psychogeschwätz von sich gibt und die wahrlich nicht neue, aber dennoch wahre Klischeevorstellung verstärkt, dass kommerzielle Radiosender grauenvoll sind. Ähnlich getürkte Radiosendungen tauchen auch an anderer Stelle auf, aber das ist verzeihlich, wenn man die Fülle des hier gebotenen Materials bedenkt.
Die von Josh Homme forcierten Tracks überwiegen -- das taumelnde, zugleich unheimliche und heitere "No One Knows" ist eine Art Monster Mash für Erwachsene; der harmonische Gesang von "The Sky Is Falling" ist geradezu verträumt, bis eine kleine Armee von Gitarren an die Front springt und das Feuer eröffnet. Ein Track mit einem ironischen Text ("Mosquito Song") ist entweder ein interner, eher lächerlicher Witz oder ein demonstratives Statement über das Niveau der Musiker, die sich unterhalb des Beben auslösenden Soundlevels der Queens tummeln. Wie auch immer, echte Freude kommt bei Songs For The Deaf schon sehr bald und sehr oft auf. Es ist eine bemerkenswerte Leistung und eine Hard-Rock-Platte, die so gut ist, dass sie den unglaublichen Eifer auslöst, allen alles mögliche darüber zu erzählen, was hiermit geschehen ist. --Kim Hughes
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von der Kraft, die Wüste fruchtbar zu machen,
Rezension bezieht sich auf: Songs For The Deaf (Audio CD)
Die Autotür knallt zu. Der Zündschlüssel wird herumgedreht. Der Motor läuft an. Aus dem Autoradio schallt die Stimme des Moderators, die mit den Worten endet: "...you can't even hear it". Und eine Stunde später sind wir allen Göttern, die die Menschheit im Laufe der Äonen, angefüllt mit zerschmetternden Schlachten, großen Entdeckungen, kranken Erfindungen undundundund, irgendwann mal zur Definition ihrer unlösbaren Probleme ausgespuckt hat (oder umgekehrt), dankbar, dass wir es doch können. Gleich im ersten Song kreischt, speit, kotzt, geifert Nick in unnachahmlicher Weise wie ein mammutjagender Neandertaler alles aus und trotzdem ist man erstmal erleichtert, wenn dann im zweiten Song Josh am Mikro die Hörer ganz auf die Welt von QotSA einzuschwören beginnt. Und diese besitzt keinen irdischen Charakter. Von Titel zu Titel stellt das kleine zuhörende, unbedeutende Individuum immer deutlicher fest, wie die Töne sich tiefer und tiefer in die Schädel hineinbohren und Wunden hinterlassen, die niemals wieder verheilen sollen.Dass Mr Grohl himself sich sehr lange auf Entzug von seinem Schießstand befand, merkt man ihm deutlich an und ist für die Platte sehr erfreulich. Man nehme nur den "Song for the Dead", in dem Mark Lanegans charismatische Stimme und Dave Grohls hämmernde und immer wieder kehrende Drums eine hypnotische Wirkung entfalten, mit der jegliche üblichen Bestattungen ihre Bedeutung verlieren und man geradzu zur Reinkarnation gezwungen ist. Bei Song N° 10 "Do it again", dessen Refrain Josh regelrecht in die karge Wüste hineinweint, wird jeder Trauerkloß sich seine Verflossene so sehr wie nie zuvor zurückwünschen und diesen Titel deswegen in einer Endlosschlaufe laufen lassen. Der alles abrundende Titelsong dieses durch sich ständig wiederholende und im Kreis drehende Gitarren-Riffs, Bass-Lines und Drums verstörenden (Wüsten-)Meilensteins, vorangetragen durch Gesänge, die die Sehnsucht nach der Anarchie der Steinzeit erwecken, wird dann endgültig den Hörer gedanklich sich nackt im heißen Wüstensand von Nevada wälzen lassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Album des Jahres (mindestens),
Von
Rezension bezieht sich auf: Songs for the Deaf - Limited Edition (CD + DVD) (Audio CD)
Mir fehlen eigentlich die Worte um die Genialität dieser Platte zu beschreiben. Deshalb will ich auch gar nicht weiter auf einzelne Song-Highlights eingehen (es gibt eigentlich ausschließlich Highlights auf diesem Album), sondern nur meine absolute uneingeschränkte Kaufempfehlung an jeden geben, der wenigstens ein bisschen was mit etwas härterer Musik anfangen kann (es gibt aber auch durchaus ruhigere Passagen wie den 'Mosquito Song', zusammen mit Dean Ween aufgenommen - Ween, auch so eine geniale Gruppe, die deutlich mehr Erfolg verdient hätte...).Wer die QOTSA schon kennt wird sich diese Platte ohnehin zulegen, da habe ich keine Zweifel, an alle andern: ES GIBT ZUR ZEIT NICHTS BESSERES!!! Der Vorgänger 'Rated R' wird durch dieses Album zwar nicht getoppt (das war aber auch definitiv gar nicht im Bereich des möglichen...), aber ebenbürtig ist 'Songs for The Deaf' auf jeden Fall. Die bei der limitierten Erstauflage beigelegte Live-DVD ist eigentlich schon alleine das Geld locker wert, auch deshalb möchte ich es mal als absolutes Verbrechen bezeichnen überhaupt auf die Idee zu kommen sich dieses Album aus dem Internet runterzuladen (zumal die Queens nun wirklich nicht zu den Großverdienern im Musikgeschäft gezählt werden können...). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
History in the making!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Songs For The Deaf (Audio CD)
Normalerweise bin ich ja kein Freund großer Worte, aber diesem Album wird man wirklich nur mit Ausdrücken wie "genial", "Meilenstein" oder "in diesem Ausmaß nicht für möglich gehaltener Volltreffer" gerecht. Zugegeben, es braucht seine Zeit, bis man mit Sound der Queens warm wird. Wer von einer Platte erwartet, gleich auf's erste Hinhöhren restlos überzeugt zu sein und einer anfangs doch recht sperrig wirkenden CD keine zweite, dritte oder vierte Chance geben will, dem sei hiermit vom Erwerb dieses Albums abgeraten. Anders lassen sich auch meiner bescheidenen Meinung nach viele schlechte Kritiken zu diesem Werk nicht erklären, denn Easy Listening ist das hier bestimmt nicht. Songs for the deaf ist vielmehr ein Album, das den Höhrer fordert, endeckt und ergründet werden will. Doch wenn man sich einmal der geballten Genialität dieser Scheibe bewusst ist, wird man sie jeden Tag mindestens einmal in den CD-Player/PLattenspieler/Tapedeck/was auch immer legen, und jede andere Veröffentlichung in diesem Genre an ihr messen. Josh Hommes cleaner Gesang bildet einen wunderbaren Kontrast zur schroffen, trockenen Härte der Musik, Dave Grohls Drumming ist das beste, was ich jemals von ihm gehört habe (nicht umsonst bezeichnet er Songs for the deaf als das beste Album, bei dem er je an den Drums saß - und das von dem Mann, der schon bei Nirvanas Nevermind das Schlagzeug bediente!)und auch der Rest sitzt einfach perfekt, jedoch ohne dabei irgendwie steril oder künstlich zu wirken. Dieses Album ist blood, sweat and tears, Drogentrip, Wüstenstaub, Andrenalin und Testosteron... und die Scheibe, die mir als erstes einfällt, wenn man mich nach drei Alben für eine einsame Insel fragen würde (die anderen zwei wären übrigens Monster Magnet's Spine of God, und, man mag es kaum glauben, Loco von den Fun Lovin' Criminals). Also, genug geredet: believe the hype, this is history in the making!
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