Stell dir vor, du kommst von der Party deines Lebens, kannst und willst eigentlich gar nicht mehr laufen. Aber irgendwie musst du zuhause ankommen. Du bist euphorischer als ein Kind am Heiligabend, hast die Frau (oder den Mann) kennengelernt, von dem du genau weißt, dass sie/er die/der richtige ist, und jetzt sitzt du im Taxi - weil du ja nicht mehr laufen magst. Auf halber Strecke stellst lässt du den Fahrer den Umweg zum Geldautomaten nehmen, um überhaupt zahlen zu können. In Bier war das Geld eben auch gut investiert, sonst würdest du nicht hier sitzen.
Und genau jetzt, als du aus dem Auto steigst, deine Karte in den Automaten steckst und merkst, dass es gerade Tag wird, genau jetzt kommt dir "Music for satellites" in den Sinn.
Oder so in der Art.
Dieses Album ist mit seiner Unterkühltheit und Melancholie das Richtige für genau solche Situationen. Soundtrack zur Orientierungslosigkeit, zum Sichfragenstellen und Umherirren. Ob nun zu Fuß oder im Taxi.