Esgibtwiederholungenesgibtwiederholungenesgibtwiederholungen...das auf jeden Fall bei Attwenger. Allerdings in diesem Fall durchaus in einem sehr positiven Sinn. Keine Spur von Langeweile kommt auf. Die Wiederholung von Worten bzw. Silben ergibt direkt aneinandergereiht einen neuen Inhalt. (Auch der Titel ist wohl eher als Dialekt-Version von „sagen" zu verstehen, als als Song im Sinne von Lied). Die Wiederholung von Rhythmen entwickelt einen ganz eigenen Sog, der nach anfänglichen Meditationsgedanken unweigerlich zum „mitgrooven" oder „abshaken" führt. Live kann man sich dem ohnehin nicht entziehen.
Die beiden Österreicher Markus Binder und Hans-Peter Falkner wechseln in ihrem bis dato vorletzten Album nach längerer Reisepause scheinbar den Stil. Und das sicher nicht, weil ihre Version von Volksmusik mit Akkordeon, Schlagzeug und Gesang in traditionellen Kreisen auf heftige Ablehnung stieß. Auf dieser CD hört man „Vokal-Schlagzeug-Akkordeon-Maultrommel-Mantra" oder wie auch immer man das nennen mag. Geloopte (anders als auf den früheren Alben Luft, Pflug und Most sehr reduzierte) Mundart-Phrasen verschmelzen mit treibenden Drumbeats und einem phasenweise entfesselten Akkordeon. Dazu noch das Maultrommelspiel, das sich einfügt als wären diese Instrumente gemeinsam erfunden worden - So klingt es also, wenn man die Wurzeln von Electronica in der alpenländischen und sibirischen Volksmusik sucht und findet. Daß das ganze nicht im 3-Minuten-Radioformat daherkommt (3 der 5 Songs sind länger als 15 Minuten) kann einem da nur recht sein. Wama liaba wenn es das öfters gäbe; in der mittlerweile doch großteils sehr monotonen Elektro-Landschaft eine willkommene Abwechslung. Beim nächsten Album (Sun, 2002) wird sowieso alles anders. Aber das ist eine andere Geschichte.