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CéUs aufregende Session mit Nachbarn aus Sao Paulo
Ein urbaner Dschungel vibriert da in Brasilien, der von unseren Ohren noch viel zu wenig durchleuchtet wurde. Was sich seit etlichen Jahren in der alternativen Szene São Paulos tut, welche unerhörten, unklassifizierbaren Experimente dort zwischen Rock, Samba, Electronica, MPB und Tropen-Pop wuchern, birgt für den europäischen Hörer noch viele Geheimnisse. Nun kommt eine Platte zu uns, die das Spotlight mitten hinein richtet in eine ungezwungene Session aus einem Heimstudio der 20 Millionen-Metropole. Sonantes (sprich: So-NAN-tschis) heißt dieses Kollektiv, an dem wahre Prominenz beteiligt ist, etwa Musiker von der Nação Zumbi oder Apollo 9. Und als zentrale Sirene tritt die Sängerin CéU (sprich: SÄ-u) vors Mikro - jene CéU, die vor kurzem mit ihrem fulminanten selbstbetitelten Album hierzulande gleichermaßen Kritiker und Publikum becirct hat. Ungehobelter Indie-Rock trifft auf elektronischen Minimalismus, präparierte E-Gitarren und spukende Keyboardschichtungen auf elaborierte Drum-Arbeit. Wir werden Ohrenzeuge von ungeschliffenen Instrumental-Perlen im Nirwana zwischen Rock und Kirmesmusik sowie von großartig eigensinnigen bis eigentümlichen Song-Puzzles – und Céu als unwirkliche Vokal-Elfe mittendrin. Eine spannende Einführung in den Mikrokosmos São Paulos. Dies könnte die erste Enthüllung aus einer Szene werden, die die wahre Zukunft brasilianischer Musik parat hält.
“Mein Solo-Album war wie ein persönliches Tagebuch“, sagt die schöne Sängerin. Das empfanden auch viele Hörer so: stereoplay und AUDIO kürten im August 2007 ihr Debütalbum einträchtig zur Pop-CD des Monats und letztere schrieb: „Diese 15 Zauber-Stücke sind am besten mit offenen Ohren zu genießen - der Mund steht eh bald offen.“ Und der MUSIKEXPRESS meinte: “ Der neue Female Superstar des brasilianischen Pop, mit einem raffinierten Mix aus Tradition und Elektronik”. Bei den Latin Grammys war CéU 2006 als „Best New Artist“ nominiert, in den Billboard World Music Charts nahm sie die pole position ein und auch die Deutsche Schallplattenkritik setzte sie auf die Vierteljahres-Bestenliste (4/2007). Vorschusslorbeeren kamen schon aus dem Heimatland: „Die Zukunft der brasilianischen Musik“ nannte sie niemand geringerer als Caetano Veloso und als „neue Prinzessin der Música Popular“ feiert sie Folha Online.
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