Gould hat am liebsten alleine gespielt.So sind die Mehrzahl seiner Aufnahmen Solo-Aufnahmen. Mit anderen musizierte er, aber ging oft eher schief. Bernstein stellte sich vor einem Konzert vor das Publikum und erklärte, das nachfolgende Konzert entspreche nicht seiner Auffassung. Mit dem Montreal-Quartett überwarf sich Gould, Elisabeth Schwarzkopf brach,ziemlich empört, eine Aufnahmesitzung mit Gould ab.
Laredo hat diese Aufnahme mit Gould zu Ende geführt und das ein oder andere Mal mit ihm Aufnahmen gemacht.
Der Chef im Ring ist hier natürlich Gould. Nicht das Foto allein zeigt ihn im Vordergrund, der Klang stellt das Klavier heraus und die Interpretation ist nach dem Geschmack von Mister Gould.
Seine Manierismen stören mich gewaltig. Die abgehackten langsamen Sätze hören sich einfach scheusslich an. Legato-Spiel der Geige geht unter. Im Vordergrund steht Gould'sches Spiel,non legato pur.
Laredo war zur Zeit der Aufnahme kein sehr bekannter Musiker. Mit denen hat Gould ohnehin sehr wenig musiziert. In seiner frühen Phase mal mit Karajan und Bernstein,aber sonst waren es überwiegend solche, die seiner Celebrität nicht so viel entgegen setzen konnten.
Zu den Aufnahmen der Violinsonaten von Bach, die man kennen sollte, gehören diese nicht.