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Son Of Rambow
 
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Son Of Rambow

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Liest man sich Zusammenfassungen dieses Films im Internet durch, könnte man auf die Idee kommen, hier handelte es sich "nur" um eine Komödie, die aus den kindhaften Versuchen zweier Jugendlicher, "Rambo" neu zu verfilmen, ihren Humor bezieht. "Son of Rambow" ist mehr als das. Elemente des Sozialdramas finden sich hier; Elemente des Action-Films logischerweise; Elemente des Fantasy-Films in Wills "animierten" Tagtraumsequenzen; und schließlich bricht auch die Screwball-Komödie ein, wenn der französische Austauschschüler Didier Revol im Verlauf des Films das Ruder über die ambitionierten Dreharbeiten zu übernehmen droht. All diese Handlungen basieren auf der zentralen Idee: Zwei Jungen sehen einen brutalen Action-Film, den sie in ihrem Alter NIEMALS hätten sehen dürfen - und er inspiriert sie, er inspiriert sie zu Kreativität und zur Freundschaft! Das ist für einen Film, der das Prädikat "wertvoll" verdient, eine recht gefährliche Prämisse.

Zwei Jungen mit vollkommen unterschiedlicher Sozialisation treffen aufeinander - und helfen sich gegenseitig, ihren familiären Beschränkungen zu entkommen. Lee Carter hat die Vision: Der Schulbully und Schwerenöter will sich durch einen Filmwettbewerb der BBC endlich Anerkennung verschaffen. Will Proudfoot bringt die Fantasie und ein neues Drehbuch mit: Der kleine Zeichner, gefangen in der restriktiven Religion seiner Familie, traumatisiert durch den Tod seines Vaters, verleiht dem Projekt seinen hemmungslosen Enthusiasmus. Die Hindernisse auf ihrem Weg sind zahlreich, die Themen des Films vielfältig: Wills Mutter und Lees Bruder müssen umdenken, soll die Freundschaft zwischen Will und Lee eine Chance haben. Lee muss ein Eckchen sozialer handeln, will er Wills kreatives Geschenk akzeptieren. Will dagegen lässt seine gesellschaftlichen Normen schnell fallen, damit seine Filmträume Wirklichkeit werden. Und schließlich droht auch noch die Zerstörung ihrer künstlerischen Vision, ihres sympathischen Dilletantismus und ihrer Freundschaft durch die Einmischung eines weiteren potentiellen Filmemachers...

Junge Darsteller zum Knuddeln, liebevolle Charakterzeichnung und auch gezielte -überzeichnung, "britischer" Humor (so sich das definieren lässt) und ganz viel Herz: Danach will man auch ganz schnell wieder "raus zum Spielen". Dass der Film in den 80ern spielt, Will und Lee heute also in ihren 40ern sein müssten, schafft eine eigenwillige Nostalgie, die "Son of Rambow" noch eine weitere, ganz eigene Note gibt. Einfach wunderbar!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mike
Format:DVD
Das Feel good-Movie "Son of Rambow" hat im Kern eine an und für sich ernste Geschichte. Will, ein 12-jähriger Junge in den 80er Jahren in England, wächst streng gläubig in einfachsten Verhältnissen in der Religionsgemeinschaft der Plymouth-Brüder auf - kein Fernsehen, kein Radio, generell keine "moderne Technik". Als er entdeckt, dass das Leben so viel mehr zu bieten hat als Ehrfurcht vor der Brüdergemeinschaft, strikte Abgrenzung gegen die Gesellschaft und bedingungslosen Glauben an Gott, beginnt er, mit kindlicher Naivität die Welt um sich herum zu erkunden und die Lebensauffassung seiner Familie in Frage zu stellen. Seine Mutter gerät dadurch innerhalb der Glaubensgemeinde in deutliche Bedrängnis.

Verpackt ist das Ganze in eine wundervoll skurrile Rahmenhandlung, die auch eine Hommage an die Unbeschwertheit der Kindheit ist. Will lernt in der Schule den Querkopf Lee kennen, für den seine Videokamera sein Ein und Alles ist. Inspiriert von "Rambo" fangen die beiden Jungen an, zusammen einen eigenen Film zu drehen. Wills Kreativität, die sich bislang nur in selbst gezeichneten Bildergeschichten entfalten konnte, eröffnen sich durch das Medium Film völlig neue Dimensionen. Was sich da tut, bekommen auch die Mitschüler von Will und Lee mit und bald wollen alle bei dem Film mitmachen. Doch Will muss mit der Zeit lernen, wo wahre Freundschaft liegt.

Dass die nicht unproblematische Story so humorvoll und unbeschwert rüberkommt und doch im richtigen Moment wieder ernst wird, macht den Charme dieses Films aus. Der 80ies-Soundtrack mit The Cure, Duran Duran, Depeche Mode und Siouxsie and the Banshees verleiht dem Film ein nostalgische Note. Und der "British Accent" trägt das Seine zum besonderen Flair bei. Toller Film, der leider viel zu wenig Beachtung fand, als er bei uns im Kino lief.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Was als nette Jugendkomödie beginnt entpuppt sich als erstaunlich vielschichtiger Film. Eine Prise 80er-Jahre-Romantik, eine Prise Komödie, ein wenig Sozialdrama, einen Hauch Religionsdrama und eine wunderbare Geschichte übers Außenseiterdasein und über Freundschaft, der Film bietet viele Facetten und allesamt sind glaubwürdig. Das verdankt er nicht zuletzt auch den beiden fabelhaft spielenden Hauptdarstellern, aber auch die Nebenrollen wie Wills Mutter oder Lees Bruder sind sensationell gut besetzt. Ich glaube wer Filme wie "Stand By Me", "This is England" oder meinetwegen auch "The Goonies" mag, wird "Der Sohn von Rambow" lieben. Im Übrigen ist die Schreibweise mit W am Ende ein Schreibfehler von Will. Regisseur Garth Jennings spielt damit aber auf die Tatsache an, daß der Name für die von Sylvester Stallone verkörperte Filmfigur vom ersten Gefallenen US-Amerikaner im Vietnamkrieg herführt, dem Deutsch-Indianer Jonathan Rambow.
Fazit: Bester Film, den ich seit langem gesehen habe.
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