Endlich war es soweit, Christoph Marzi kehrt mit Somnia zu den Uralten Metropoelen zurück und was soll ich sagen, das Warten hat sich gelohnt...
Ein wenig skeptisch war ich am Anfang schon, die Reihe war mit Lumen eigentlich abgeschlossen. Das Schicksal von Emily Laing so weit erzählt. Doch all diese Zweifel wurden zerstreut, denn dieses Buch stellt einen neuen Abschnitt dar, einer neuen Triologie??? So richtig kann man es nicht sagen und auch der Autor selbst lässt einiges offen.
Doch nun zum Buch. Wie in den vorangegangen Büchern geht es auch hier um den Kampf zwischen Gut und Böse bzw. dem was man dafür hält. Eine Medaille hat immer zwei Seiten und vieles hängt vom eigenen Blickwinkel auf eine Sache ab.
Dieses Mal spielt die Geschichte in der sogenannten "Neuen Welt" Amerika, wie das Titelbild vielleicht schon erahnen lässt. Wie bei jeder Entdeckung einer "Neuen Welt" gibt es auch hier viel Neues zu entdecken und dennoch trifft man auf Altbekanntes. (Ohne Frage, es bestehen Paralellen zwischen den Büchern. Doch warum auch nicht, schließlich sind sie vom selben Autor und in einer Reihe.) So trifft man auch hier Altbekannte und (liebgewonnene) Protagonisten. Mr. Fox und Mr. Wolf, Lilith und Lycidas, und nicht zu vergessen Emily. Neu sind dagegen die Tochter von Wittgenstein und ihre Freunde und Feinde. Doch will ich nicht zu viel verraten. Denn genau diese Personen sind es, um die sich diese Geschichte hauptsächlich dreht. Es warten Prüfungen und Herausforderungen auf sie, die gemeistert werden müssen...
Wer die anderen Bücher aus der Reihe mochte, wird auch dieses mögen. Zu dem löst dieses Buch endlich Fragen, die nach der Lektüre von Lumen noch offen geblieben sind...
Was macht Emily Laing?
Was ist aus Lycidas und seiner Lilith geworden?
Wie geht es dem Träumer?
... nur um einige zu nennen.
Für Fans von Lycidas ein echtes Muss, für alle anderen vielleicht ein Ansporn doch noch die Reihe der Uralten Metropolen zu lesen.