Ein sehr sensibel geschriebener Roman über die Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Mädchen. Beginnend in der Gegenwart, springt die Geschichte schnell zurück in die Vergangenheit und erzählt in kleinen Schritten und Sprüngen das Erwachsenwerden von Vix und Caitlin, den Sommerschwestern, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Es ist eine leise Erzählung, ohne Pauken und Trompeten und zeichnet lebensecht die Gefühle und Erlebnisse der Protagonisten. Nichts erscheint überspannt oder übertrieben, jede einzelne Person könnte direkt aus dem Leben gegriffen sein.
Das Leben um Vix und Caitlin, auf der Insel Martha's Vineyard und später fast rund um die Welt, nimmt den Leser auf und hält ihn fest. Die tiefe Verbundenheit der beiden Mädchen, setzt sich trotz aller Widerstände fort, bis sie beide längst erwachsen sind und grundverschiedene Leben führen. Die augenscheinlich vom Leben begünstigte Caitlin reist um die Welt wie ein ruheloser Wanderer und Vix konzentriert sich auf das Bodenständige, wie eine perfekte Ausbildung und einen tollen Job.
Dieses Buch macht einen nachdenklich, mit seinen warmen, leisen Tönen und mit den Dingen, die zwischen den Zeilen stehen.
Soviel Wahrheit steckt in der Geschichte, wie sie jede Leserin vermutlich aus dem eigenen Leben mit „ihrer Sommerschwester" wieder erkennt.
Am Ende bleibt Melancholie zurück und das Gefühl, ein wunderschönes Buch gelesen zu haben.