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Produktinformation
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Eine junge drogenabhängige Frau war in einem Therapiezentrum auf dem besten Weg zur Entziehung und wieder Eingliederung in die Gesellschaft und hatte auch bereits wieder eine Arbeit in einem Reisebüro.
Anlässlich eines Festes der Therapeutin wird Katrin auch dorthin eingeladen, in eine skurille Gesellschaft.
Während des Abends geschehen Ereignisse, die Katrin dazu bringen, das Fest zu verlassen und nach Hause zu fahren. Doch dort kommt sie nie an.
Und somit beginnt der erste (von bislang zwei Romanen) von den beiden Kommissaren Gunnarstranda (Kettenraucher und Einzelgänger) und seinem jüngeren Kollegen Frank Fröhlich (lebenslustig, sarkastisch). Ein Duo, das unterschiedlicher nicht sein können.
Schon bald merken die beiden bei ihren Ermittlungen, dass mehr hinter dem Opfer Katrin steckt als „nur" ihre Drogenabhängigkeit.
Viele Ungereimtheiten treten bei den Befragungen der Therapeuten und den Freunden und Bekannten von Katrin auf. Immer mehr geraten Gunnarstranda und Fröhlich in ein Dickicht aus Intrigen, Lügen und Halbwahrheiten, das sich zum Ende hin nur schwer aufklären lässt.
Kjell Ola Dahl ist mit „Sommernachtstod" ein bis zum Ende hin spannender und fesselnder Krimiroman gelungen, der nichts mit denen von Henning Mankell gemeinsam hat.
Ihm gelingt es, ohne Gesellschaftskritik eine Mischung aus Krimi und einer kleinen Persönlichkeitsstudie der beiden Kommissare Gunnarstrande und Fröhlich, ohne jedoch zu tief darauf einzugehen.
Die Charaktere sind interessant und realitätsnah beschrieben und jedoch nicht in dumme Klischees abzugleiten. Besonders herauszuheben sind natürlich die beiden Kommissare die mit ihrem sarkastischen Humor die Geschichte ein ums andere mal zum schmunzeln anregen.
Durch die vielen logischen Befragungen der Verdächtigen und Zeugen kann man sich ein kleines Bild der Ermittlungsarbeit der Polizei machen, was durch die vielen Vorladungen jedoch niemals langweilig wirkt und selbst zum mitraten inspirieren.
Alles in allem ein überaus gelungener Kriminal-Roman, der keinesfalls eine „Eintagsfliege" ist und der mit „Schaufenstermord" einen bislang würdigen und sehr guten Nachfolger besitzt.
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