Leonora Walsh, Tochter eines berühmten englische Malers, feiert ihren 75. Geburtstag in ihrem herrschaftlichen Haus. Eingeladen sind Kinder, Enkel, Urenkel und Freunde, von denen beinah jeder ein Geheimnis hütet.
Dass mit der Gemäldesammlung von Leonoras Vater etwas nicht stimmt, ahnt man schnell, und leider ahnt man ebenso schnell, was dahinter steckt. Doch auch ein zweites Geheimnis belastet die Familie, der einige Jahre zurückliegende Tod eines vierjährigen Jungen durch Ertrinken. Zwischen der ersten Ahnung und der endgültigen Klärung passieren einige folgenschwere Ereignisse, eine jahrelange tragische Liebe wird ad acta gelegt, eine neue entdeckt, der Beginn einer weiteren Liebesgeschichte, evtl. noch einer dritten, Töchter entdecken die Liebe der Mutter, Mütter erleben neue Gefühle für ihre Kinder, eine Ehe zerbricht, usw. Inzwischen ist die dritte Generation prügelnder und/oder untreuer Ehemänner am Ruder, man entschuldigt sich immer noch permanent für unzählige Fehler aus der Vergangenheit, man versteht sich nicht immer, aber man liebt sich. Einer der Männer kleidet sich sehr schick; das muss die Autorin dem Leser aus dem Mund dreier Frauen erzählen. Eine Frau kleidet sich teuer und auffallend, eine zweite teuerer und zurückhaltend, eine dritte am teuersten und geschmackvollsten.
Von diesem und ähnlich "Wichtigen" erzählt das Buch einfach zu viel, und im letzten Drittel sind ständig ein oder meherere Personen am Heulen. Weniger wäre mehr, nicht nur bei der Kleiderbeschreibung und den Tränen.