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Sommerlügen Broschiert – 25. Juni 2014


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Produktinformation

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (25. Juni 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257261152
  • ISBN-13: 978-3257261158
  • Größe und/oder Gewicht: 9,5 x 2 x 15,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 212.411 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ein Mann geht seinen Weg, tut der Pflicht als Jurist, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin Genüge, ebenso als Verfassungsrichter in Münster. Doch etwas lässt Bernhard Schlink nicht ruhen, den kurz vor Kriegsende 1944 in Bielefeld geborenen Streiter für das Recht: Es ist die Frage nach Gerechtigkeit - in der deutschen Geschichte, um Holocaust und RAF-Bewegung, in Einzelschicksalen. Seine Spurensuche führt ihn über ausgezeichnete Kriminalromane wie die Trilogie um Privatdetektiv Gerhard Selb (1987-2001) zu den Meriten eines weltbekannten Schriftstellers: "Der Vorleser" (1995) packte Menschen in aller Welt; der Roman wurde in mehr als 45 Sprachen übersetzt und in der Daldry-Verfilmung "The Reader" 2009 mit dem "Oscar" und dem "Golden Globe" ausgezeichnet.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Bernhard Schlink, geboren 1944 bei Bielefeld, ist Jurist und lebt in Berlin und New York. Der 1995 erschienene Roman ›Der Vorleser‹, 2009 von Stephen Daldry unter dem Titel ›The Reader‹ mit Kate Winslet, David Cross und Ralph Fiennes verfilmt, in 45 Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, begründete seinen schriftstellerischen Weltruhm.

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Format: Gebundene Ausgabe
Dieser neue Band mit Erzählungen des in Bielefeld geborenen, in Berlin und New York lebenden und arbeitenden Juristen und Schriftstellers Bernhard Schlink ist ein wahrer Lesegenuss. Hat man das Buch mit insgesamt sieben Geschichten über verschiedene Lebenslügen von Menschen zur Hand genommen, legt man es nicht mehr aus der Hand, obwohl die Erzählungen keinen inneren Faden haben, und jede einzelne für sich steht.

Und doch gibt es außer den Lebens- und Liebeslügen von Frauen und Männern Gemeinsamkeiten. Immer wieder sind die Protagonisten entweder Juristen, Schriftsteller oder Philosophen. Manche verschlägt der Beruf (so wie Schlink selbst) immer wieder nach New York, sie besitzen Sommerhäuser, kennen keine materiellen Sorgen und sind alle hoch gebildet.

Das alles aber bewahrt die handelnden Personen, von denen man einige beim Lesen regelrecht lieb gewinnt, nicht davor, manchmal knapp, aber doch immer treffsicher am eigentlichen Leben, vor allen Dingen am Zusammenleben mit ihrem jeweiligen Partner, vorbeizugehen. Alt geworden, oft am Rande des Todes stehend, reflektieren sie ihr Leben, und ihre Lebenslügen, und meistens ist es längst zu spät für einen neuen Anfang, den sie nichtsdestotrotz in den meisten der sieben Geschichten probieren, verzweifelt, doch ohne rechte Einsicht in ihre bisherigen Fehler und Masken.

Das Buch beginnt mit einer Erzählung mit dem Titel "Nachsaison". Ein in eher bescheidenen Verhältnissen lebender Flötist begegnet bei seinem Rehabilitationsaufenthalt auf dem Cape Cod einer reichen Millionärserbin. Sie verlieben sich, wollen zusammenbleiben, doch sie verlangt von ihm, dass er sich voll und ganz auf ihr Leben einlässt.
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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Susanne Preusker VINE-PRODUKTTESTER am 31. Juli 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Eine Buchhändlerin hat mir die Sommerlügen wärmstens mit dem HInweis empfohlen, dieses Büchlein habe sie tief berührt. Ich war äußerst skeptisch - bin ich doch keine Liebhaberin von Erzählungen und hatte ich doch noch nichts von Schlink gelesen. Aber der Tipp hat mich überzeugt: Im Niemandsland zwischen Alltäglichem und Besonderem lässt der Autor seine Protagonisten in bestürzender Sachlichkeit Lebens- und Liebeslügen entlarven, läßt sie fragen, suchen, zweifeln, hoffen, umentscheiden, auch scheitern. Jede Geschichte lädt ein zum Weiterdenken, ohne Lösungen anzubieten, sofern es denn welche geben könnte. Schlinks Sprache ist klar und frei von Schnörkeln. Klischees, Überzeichnungen, Belehrungen bleiben dem Leser erspart. Nicht erspart bleibt ihm das siebenfache Nachdenken über seine eigenen Versäumnisse. Sommerlügen - ein schöner Titel. Liebeslügen hätte mir noch besser gefallen.
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56 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 23. Juli 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Der Autor kann so schreiben, als hätte er alles was er beschreibt auch selbst erlebt. In "Nachsaison" erleben der deutsche Orchestermusiker Richard und die reiche amerikanische Susan in Amerika eine herrliche Liebe im Regen der "Nachsaison".

Diese Liebe hält nur wenige Tage am Ferienort. Sie ist intensiv und beide planen für ihre gemeinsame Zukunft so viel, aber bei ihrer Verabschiedung wissen beide bereits, dass es nur eine Sommerlüge war. Die Geschichte lässt es offen, aber ich vermute, beide sahen sich nie wieder.

In "Der letzte Sommer" hoffe ich sehr für den Autor, dass er möglichst wenig autobiografisches in seine Geschichte geschrieben hat. Ein Mann im Rentenalter, der sein Leben lang Bücher schrieb und auch an der Universität lehrte, hat Krebs. Einen Sommer lang wollte er mit seiner Frau, den Kindern und Enkeln verleben und dann wollte er sich langsam mithilfe eines tödlichen Coctails davon machen.

Seine Frau kam oft in den zurückliegenden Ehejahrzehnten zu kurz, auch bei der Entscheidung, dass und vor allem wann ein Todescoctail zum Einsatz kommt, lässt er sich von seiner Frau nicht in die Karten schauen. Aber sie findet den Coctail. Sie macht ihm klar, dass es so für sie nicht weitergehen kann. Sie und auch alle anderen Familienangehörigen verlassen das Sommerhaus. Der krebskranke alte Mann bleibt allein zurück. Wird er fähig sein noch an sich zu arbeiten?

Durch die Tiefe und Intensität der Texte bin ich positiv überrascht. Diese sieben Geschichten sind keineswegs leichte Sommergeschichten, wie man beim Betrachten des Covers leicht denken könnte.

Der Bielefelder Bernhard Schlink deckt Lügen auf und denkt dabei über das Leben nach. Er versteht es sehr gut den Leser nicht wieder loszulassen und er macht ihm klar, um Lügen aufzudecken ist es nie zu spät.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Der Buchvorleser VINE-PRODUKTTESTER am 10. Januar 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Sieben neue Geschichten von Bernhard Schlink sind in seinem gerade erschienenen Erzählband Sommerlügen" bei Diogenes erschienen.

Schlink ist ein Meister der kürzeren Form und es gelingt ihm in den großartig komponierten und auf das literarisch Wesentliche beschränkten Geschichten ganz hervorragend, Menschen an einem Scheideweg in ihrem Leben zu porträtieren.

Die Erzählungen handeln von Liebe, Verlangen und Tod, von der Suche nach dem Leben und vom Finden der Wahrheit in dem alltäglichen Gespinst aus kleinen und größeren Lügen.
Der Ausbruch einer Frau aus ihrem Leben und ihrer Familie gerät ebenso dramatisch wie der letzte Sommer eines dem Tode geweihten Mannes mit den Menschen, die ihm wichtig sind.
In der Geschichte einer Reise von Vater und Sohn werden die Spuren der Vergangenheit gesucht und auch gefunden und die Lebensbeichte eines Flugzeugpassagiers verschwimmt zwischen Wahrheit und Fiktion.

Jede Geschichte für sich ist ein kleines Ereignis und lässt das Buch als Ganzes zur unverzichtbaren Lektüre wider das ach so gegenwärtige Lügen werden.
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