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Sommerfrische
 
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Sommerfrische [Gebundene Ausgabe]

Esther Kinsky
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin; Auflage: 2 (9. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3882217227
  • ISBN-13: 978-3882217223
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 163.930 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Nun findet die Neuberlinerin für die südostungarische Gegend, in der sie nach London einige Jahre lebte, eine Sprache, in der sie auf märchenhafte und legendenhafte Weise erzählt und dabei die Zustände und Personen weder verurteilt noch beschönigt. (...) In „Sommerfrische“ schenkt Esther Kinsky dem Garstigen und Schäbigen für den Augenblick der Benennung den Glanz der Aufmerksamkeit. Und was für einen Glanz!“ --Jörg Plath, DeutschlandRadioKultur, 26. März 2009

„Lakonisch schildert Esther Kinsky das Anti-Idyll am Ende der Welt, die Brüche in den Lebensläufen, ohne Vor-Wende Zeiten zu idealisieren und Nach-Wende-Zeiten zu verteufeln (...) Übermächtiger Verfall, Verwesung und Untergang sind bei Esther Kinsky aufgehoben in wunderbaren Wortschöpfungen und Naturschilderungen. In ihrem schönen, schmalen Roman verleiht die Autorin den Dingen und Worten eine Aura, die man eher in Gedichten vermutet.“ --Judith Leister, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. April 2009

„Die Übersetzerin Esther Kinsky hat einen ersten, traumschönen Roman geschrieben, an dem man sich trunken lesen kann. Kein Satz so, wie man ihn erwartet, und die Handlung getaucht in Hitze und Melancholie." --Claudia Vogt, Kultur SPIEGEL, Juni 2009

„Kinsky hat sich als Übersetzerin aus dem Polnischen , Russischen und Englischen einen Namen gemacht; nun übersetzt sie als Dichterin Atmosphäre in Sprache.“ --Ulrich Rüdenauer, Badische Zeitung, 27. Juni 2009

.(...) eine Art poetische Hochdruckkammer. Ein ideales Buch also für alle, die zu Hause bleiben müssen und trotzdem etwas vom Sommer haben wollen.“ --Ingo Arend, Der Freitag, 1. August 2009

„Esther Kinsky taucht die Ödnis an der Grenze zu Rumänien in ein zauberhaftes Licht. (...) Diese Sprachlust mit den daraus resultierenden Wortschöpfungen und immer wieder das Vertrauen in das Sehen macht das Romandebüt von Esther Kinsky zu einer Sommerlektüre schlechthin.“ --Wolfgang Scherreiks, Trokkenpresse, Aug./Sep. 2009

„Esther Kinsky beschreibt die kleinen alltäglichen Situationen in einer intensiven und hochpoetischen Sprache. Und irgendwann beginnen die Dinge und die Menschen zu schweben, und wir werden Zeugen eines verträumt-surrealen, romantischen Sommertraums.“ --Claus-Ulrich Bielefeld, rbb Kulturradio, 6. August 2009

"Als ausgesprochen schäbige Variante des Erhabenen leistet die ungarische Tiefebene allen Versuchen der Darstellung Widerstand. Wer diesen Lackmustest der Imaginationskraft dennoch und dazu so glänzend besteht wie Esther Kinsky, hat künftig wohl kaum etwas zu befürchten." --Jörg Plath, Frankfurter Rundschau, 3. September 2009

"Märchenhaft und marode Züge trägt dieser kurze Roman. (...) Erstaunlich, wie sehr die unerträgliche Hitze durch die Seiten flimmert, fast körperlich." --Michael Sager, Hessische/ Niedersäsische Zeitung, 8. September 2009

„Kinsky hat ein Buch geschrieben, in dem die Handlung nebensächlich, die Stimmung aber umso greifbarer ist. Traumhaft erscheint diese lyrische, in jedem Satz Gerüche, Geräusche und Gefühle erweckende Prosa.“ --Börsenblatt 45/2009, 5.November 2009

»Eine atmosphärische Aufnahme fremd scheinender Landschaftsmotive, 'fotografiert' in originellen Sprach- und Gedankenbildern (...).« --Michael Saager, meier, Oktober 2009

»Ein Roman wie ein Gedicht.« --Sybille Muot, Spiegel- Online, 06.08.2010

Judith Leister, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. April 2009

„(...) Übermächtiger Verfall, Verwesung und Untergang sind bei Esther Kinsky aufgehoben in wunderbaren Wortschöpfungen und Naturschilderungen. In ihrem schönen, schmalen Roman verleiht die Autorin den Dingen und Worten eine Aura, die man eher in Gedichten vermutet.“

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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Literatursatire? 2. Juli 2009
Von lindner81
Format:Gebundene Ausgabe
Sollte dieses Büchlein als Literatur ernst gemeint sein, ist es schlicht durchgefallen. Die nahezu handlungsfreie, nur beschreibende Geschichte erweist sich als kaum erträgliches Adjektivinferno: Frauen sind nicht nur rundlich und willig, sondern auch noch 'greifbar'. Wenn Grillen zirpen, dann zirpen sie nicht nur, sondern tun das 'schrill'.
Schachtelsätze gehen gern mal über eine halbe Seite und sind mit unstimmigen Bildern vollgepfropft; als Beispiel möge ein 'Panamahut' genügen, der auf ein Meer von Gerede gesetzt wird. Natürlich ist es nicht immer leicht, einen passenden Ausdruck zu finden, aber Wortschöpfungen als Selbstzweck sind ermüdend und erwecken hier den Eindruck, dass nicht etwas erklärt oder offen gelegt, sondern etwas verdeckt werden soll.
Frösche quaken nicht nur, sie quaken 'um ihr Leben', ohne dass es dafür Hinweise oder Gründe in der Geschichte gibt. Kein Storch in der Nähe, keine Austrocknung, nichts.

Sollte das Ganze als überzogene Satire auf Befindlichkeitsliteratur gemeint sein, ist es allerdings einigermaßen amüsant.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Tief im Süden Ungarns liegt eine Ferienkolonie, üdülö genannt, in der man früher die Sommerfrische verbrachte.

Nichts aber erinnert daran, was man sich darunter vorzustellen glaubt: hier ist alles öde, verlassen und überdrüssig.
Es gibt einen Fluss, dessen Wasser in diesem Sommer ganz niedrig verläuft, so wie die Erde ringsum ausgetrocknet ist und im Staub und körnigen Einerlei zerrinnt.

Lacibacsi ist der Kneipenwirt, bei dem man sich trifft und über die neuesten Nachrichten des Dorfes spricht.

Es passiert aber nichts,--außer: eine neue Frau ist zugezogen!
Antal hat für sie Frau, Kind, Hund und seine Pfauen verlassen.

In einer spröden, lakonischen Sprache beschwört Esther Kinsky eine Landschaft herauf, der die Romantik und Schönheit abhanden gekommen zu sein scheint. Man spürt förmlich die Leere und Trostlosigkeit und das pure Überleben einer Gesellschaft, der in der postkommunistischen Ära jeglicher Halt und jede Stimmung abhanden gekommen ist.

Karge Worte und Beschreibungen lassen uns teilhaben an der Langeweile und dem Überdruss, der nur noch vom täglichen Einerlei zum Überleben beflügelt ist. Wunderbar ist die Sprache, die mit der Landschaft übereinstimmt: hier kann man Glück nur im ganz Kleinen finden und der Alkohol bietet den Trost, die Gegenwart zu vergessen. Einen größeren Gegensatz als die Versprechung der ' Sommerfrische', mit der man Heiterkeit, Müßiggang und Glück verbindet, und dem beschriebenen dürftigen Alltag in dieser abgelegenen Gegend lässt sich nicht denken.

Dass inzwischen ein paar verspätete Urlauber die Siedlung aufmischen und Abwechslung in den Alltagstrott bringen, lässt umso mehr die Gegensätze zwischen den Besuchern für einen Sommer aufblitzen. Mit Kozak fangen die Namen der fidelen Sänger und Händler, auch Radiomänner an, die in diesem Sommer hier auftauchen. So weit es geht, beherrscht sogar Fröhlichkeit und eine melancholische Stimmung mit der Sehnsucht nach Glück das Gefühl der sommerlichen Besucher.
Nach dem langen trockenen Sommer endet die Erzählung in einem poetischen Gesang aus landschaftlichem Wörterklang und zuversichtlichem Aufbruch in eine neue Zeit, an fernem Ort!
Der Erstlingsroman der ungarischen Übersetzerin und Autorin wird von einem herben Reiz bestimmt, den man mit Gewinn liest!
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wundervoller, poetischer Roman. Die drückende Schwüle des Sommers in der Ungarischen Provinz, die flirrende Erotik alles fängt die Autorin in einer Sprache ein, die poetischer nicht sein könnte. Im Grunde passiert in diesem Roam überhaupt nichts - ausser Poesie.
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