Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Echte Berliner Sommerluft, 19. Dezember 2006
Ein Film, der auch ohne dramaturgische Höhepunkte authentisch rüberkommt, viel Atmosphäre hat und wirklich Berliner Sommerluft atmet. Sympathische Hauptdarsteller strahlen Wärme und Menschlichkeit aus, spielen echte Berliner Durchschnittstypen mit glaubwürdigen Dialogen. Alle müssen sich mit Mühen durchs Leben schlagen, genießen aber auch ihre kleinen Alltagsfreuden und lassen sich nicht unterkriegen. Ihnen dabei zuzuschauen macht durchaus Spaß. Wer die leisen Töne mag, Humor und Ironie auch in feiner Dosis goutiert, wird diesen stimmungsvollen Film in sein Herz schließen. Übrigens: Auch das Bonusmaterial lohnt die Ansicht.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Lebensnah, 5. Oktober 2006
Der Film beleuchtet drei Generationen, doch vor allem geht es um die Freundschaft zwischen Nike und Katrin.
Nike ist Single, Altenpflegerin und hat einen Balkon. Katrin ist alleinerziehende Mutter und arbeitslos. Beide sitzen oft auf dem Balkon, gönnen sich einen Wein und albern herum.
Da erscheint Trucker Ronald auf der Bildfläche. Als Zuschauer ist man von dem prolligen Macho eigentlich sofort abgestoßen. Man kann nicht nachvollziehen, was Nike an so einem Typen findet und wieso sie ihn samt seinen Habseligkeiten in der Plastiktüte sofort bei sich einziehen lässt, wo dieser doch nicht einmal ein Bier für Nike übrig hat. Aber was tut man nicht alles, um der Einsamkeit zu entfliehen...
Die Beziehung der beiden lässt Katrin ihre eigene Situation und Einsamkeit noch mehr bewusst werden. Sie fühlt sich vernachlässigt, ist eifersüchtig, trinkt immer mehr, bricht mit Nike und muss schließlich eine Entziehungskur machen. In dieser Zeit kümmert sich Nike um Katrins Sohn. Die beiden Frauen finden wieder zueinander. Und als Ronald seinen Charme auch noch bei Katrin versucht, erkennt Nike Gott sei Dank endlich, was sie mit dem Typen tun muss.
Der Film wird als leichte Sommerkomödie gehandelt, ist jedoch auch voller tragischer und trauriger Momente. Das Stück Leben, das man zum Beispiel sieht, wenn Nike die alten Leute pflegt, geht nahe, wirkt wie aus dem Leben gegriffen.
Nadja Uhl und Inka Friedrich sind in ihren Rollen überzeugend. Der Film macht Lust auf andere Arbeiten der beiden.
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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbar beschwingte, unkapriziöse Komödie, 19. Mai 2007
Nike (Nadja Uhl) und Katrin (Inka Friedrich) wohnen im selben Berliner Wohnblock. Beide sind Single, Nike ist Altenpflegerin und Katrin macht gerade ein Bewerbungstraining. Es ist Sommer und beide sitzen abends oft auf Nikes Balkon, während Katrins etwa zwölfjähriger Sohn bereits schläft. Sie unterhalten sich über die Liebe, über Hormone und das Leben. Nike widmet sich warmherzig um schrullige alte Menschen, während Katrin von einem skurrilen Vorstellungsgespräch zum nächsten eilt. Auf der Suche nach der großen Liebe werfen sie sich manchem männlichen Strandgut an den Hals.
Ich mag den feinen, subtilen Humor. Der Film wird von Anfang bis Ende von einer Stimmung getragen, die zwischen fröhlich und melancholisch schwankt. Es gibt eine Vielzahl rührender, witziger, sensibler und tragischer Szenen, die einen wunderbaren Cocktail unterschiedlicher Emotionen ergeben. Da ist beispielsweise Nikes Liebhaber, der sie lieblos nimmt und von dem sie, kurz bevor er sich bei ihr einnistet, immer noch nicht genau weiß, ob er nun Roland oder Ronald heißt. Oder die erwachsen auftretende kleine Freundin von Katrins Sohn, die diesen um ein Gespräch unter vier Augen bittet, nur um den verliebten Jungen zu ersuchen, ihr in Zukunft mitzuteilen, wann der gemeinsame Freund der beiden rauchen würde.
"Sommer vorm Balkon" ist eine wunderbar beschwingte, unkapriziöse Komödie, wie man sie in Deutschland bisher kaum kannte. Über ein paar kleine Schwächen in der Geschichte kann man leicht hinwegsehen, denn beide Hauptdarstellerinnen sind eine Bank in der hinreißenden Natürlichkeit, mit der sie ihre naiven Rollen interpretieren. Der Film unter der Regie von Andreas Dresen ist ein Füllhorn liebevoller Details, eine Hommage an die kleinen Dinge und irgendwie auch an das Leben ansich.
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