Vor diesem Blasebalg der Firma Somikon kann ich nur eindringlich warnen.
Diesen Blasebalg habe ich etwas länger als ein halbes Jahr benutzt und war mit der Funktion auch recht zufrieden. Die Erwartungen an ein solches Teil sind ja auch nicht sonderlich hoch. Ich habe ausschließlich den Blasebalg zusammen mit der Kunststoffdüse verwendet, um meine Spiegelreflexkamera und konkret deren Sensor von einzelnen Staubpartikeln zu befreien. Der Pinsel kam nie zum Einsatz. Es geht also nur um die Funktion des Luftpustens.
Als ich nach einer Reinigungsaktion einzelne Partikel auf dem Sensor sah, war mir noch nicht bewusst, dass sie aus dem Blasebalg stammten. Ich habe deshalb gleich noch einmal etwas kräftiger gepustet. Das Resultat war erschreckend.
Das eigentliche Problem stellt das Material dar aus dem der Blasebalg gefertigt ist. Die Innenseite ist übersät mit kleinen klebrigen Partikeln, die entweder aus dem alternden Material ausgetreten sind oder sich als Rückstände der Produktion erst jetzt bei jedem Luftstrom lösen.
Ich habe anschließend verschiedene Nassreinigungsverfahren ausprobiert und nach mehreren Tagen letztlich ein erfolgreiches gefunden. Bis dahin bin ich allerdings ziemlich ins Schwitzen geraten. Das ist aber ein anderes Thema.
Für die Trockeneinigung meines Kamerasensors werde ich nur noch einen Blasebalg mit eingebautem Staubfilter verwenden. Sowas gibt es nämlich auch.
Letztlich ist eine Verschmutzung mit klebrigem "Ichweissnichtwas" auch für unempfindlichere Gegenstände nicht das gewünschte Ziel einer Reinigung mit Blasebalg. Selbst wenn dieses Teil kostenlos wäre hätte es keinen Stern verdient. Der Blasebalg ist nur geeignet um ihn zu entsorgen.