Eiskristalle sind am trefflichsten aus einem warmen Raum zu betrachten. Simone Dinnerstein wärmt Bach auf die richtige Temperatur, Herz und Verstand spielen fröhlich miteinander - das fand ich so bei Schiff, Perahia und Jarrett nicht, von Gould ganz zu schweigen - Pogorelich kommt ihr ev. noch am nächsten.
Diese Aufnahme finde ich mindestens so zum Niederlegen wie ihre Goldberg Variationen. Es ist auch schön wie sie über Muttersein und Bach-Spielen spricht:
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Durch diese Aufnahme kann man wohl verstehen, was Goethe meinte, als er über Bach's Musik schrieb: "Als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte, wie sich's etwa in Gottes Busen, kurz vor der Weltschöpfung möchte zugetragen haben; so bewegte sich's auch in meinem Innern und es war mir als wenn ich weder Ohren, am wenigsten Augen und weiter keine übrigen Sinne besäße noch brauchte."