Dieses Album lohnt sich schon wegen den fantastischen Soli von John Coltrane auf Track 1 (Someday my Prince will come) und Track 5 (Teo). Was der Typ hier auf seinem Tenor Sax abliefert ist nicht zu fassen. Man merkt, dass das Album Kind of Blue von 59 für Miles eine Art Wendepunkt war. Trane ist nun auf diesem Album nur bei zwei Liedern präsent, Adderley und Bil Evans sind ebenfalls nicht mehr dabei. Dafür reihen sich Hank Mobley am TS und Wynton Kelly am Piano ein. Die Drums von Jimmy Cobb, der mich schon auf Kind of Blue begeisterte, sind wieder mal sehr cool, wenn auch nicht ganz so dynamisch wie die von Philly Jo Jones, der ja wohl auf den Platten Milestones und Round about Midnight alles an die Wand burnt. Zu Paul Chambers am Bass brauche ich, glaube ich, nichts mehr zu schreiben. Ein Genie. Alles in allem ein sehr cooles Album, das aus meiner Sicht anders ist als Miles' Aufnahmen aus den 50ern und Mitt- bis Spät-60ern.