Die Brüder Randy und Michael Brecker haben einen legendären Status. Dass sie, falls sie mit einer Big Band zusammen auftreten, sich für die WDR-Big Band entscheiden, ist fast schon vorhersagbar. Und dass Vince Mendoza die Arrangements und das Dirigat besorgt, ist mehr als naheliegend. Nun braucht man nur noch eine hochkompetente rhythm section, sie besteht hier aus Jim Beard (keyb), Will Lee (e-b), Marcio Doctor (perc) und ... Peter Erskine (dr). Damit ist die Qualität der - live und hervorragend! - aufgenommenen CD schon garantiert. Die Brüder und die Band spielen Klassiker aus ihrem Repertoire, mal wild, mal sanft, aber immer mitreißend. Und Erskine zeigt wieder einmal, dass er nicht nur in Trios und Quartetten, sondern auch in einer Big Band meisterhaft Trommeln und Becken zum Schwingen und Klingen bringen kann.
Dass diese CD 2007 einen GRAMMY Award in der Sparte "Bestes Jazz-Instrumentalsolo" einheimsen würde, war fast zu erwarten.
Michael Brecker ist leider gestorben - am 13. Januar 2007. Aber seine Musik lebt.