Irritiert bin ich über negative Wortmeldungen zu "Some Hearts", die von einem "schnell aufgenommenen Retorten Album" sprechen oder sogar von der "Ausstrahlung eines Roboters mit Wackelkontakt".
Ich weiß nicht, was dieser Kritiker wahrgenommen hat, jedenfalls nicht Carrie Underwood und ihr hervorragendes Album. Denn nichts an Album und Künstlerin ist Retorte. Album und Aufnahme sind brilliant, die persönliche Austrahlung von Carrie Underwood quillt aus jedem einzelnen Ton. Nicht ohne Grund ist "Some Hearts" schon jetzt das weltweit meistverkaufte Country-Debutalbum aller Zeiten.
Dies ist dies ein hervorragendes, individuelles, kreatives, abwechslungsreiches, jederzeit packendes Album einer jetzt bereits führenden Künstlerin mit einer ausgesprochen strahlenden, natürlichen wie zugleich auch professionellen Persönlichkeit. Ja, es stimmt: Carrie Underwood ist eine Casting-Entdeckung - und vermutlich die überzeugendste bislang. Sie ist nicht erst seit ihrem Sieg ein "American Idol" im allerbesten Sinne: Strahlend und zuvorkommend zu jedermann, immer druckreif sprechend (Studienabschluss in Kommunkationswissenschaften), schön, klug, ehrgeizig, erfolgreich - die Personifizierung des "American Dream", Amerika liebt sie. Dass sie darüber hinaus auch eine anerkannte und hochgeachtete Künstlerin ist, dass sie wirklich singen kann, dass sie alles hat, um im Plattenstudio wie auch auf der Bühne zu überzeugen, das hat sie nicht erst bei den Grammy Awards durch grandiose Auftritte bewiesen (zu sehen bei Youtube), wo sie gleich 3 Grammys mitgenommen hat: "Best New Artist", "Best Female Vocal Performance" und "Best Country Song", letztere beide für "Jesus Take The Wheel". Auch dieses wunderbare Stück ist auf dem Album, ebenso wie ihre weiteren US-#1-Hits "Don't Forget To Remember Me" (ihre Mutter tritt im Video auf!), "Before He Cheats" (aktuell für unzählige Preise nominiert) und "Wasted", ihre aktuelle Single-Auskopplung. Das Titelstück "Some Hearts" (welch eine Stimme!) gefällt mir wie alle anderen, es "rockt". Noch mehr rockt "Starts With Goodbye". Das hymnische Stück "Inside Your Heaven" als ihr umjubelter Schlusstitel im Finale des Wettbewerbs "American Idol" ist als Bonus mit auf der CD. Der eigentliche Abschluss der CD ist aber der brilliante Country-Song, mit dem die ihren Heimatort Checotah in Oklahoma besingt.
Fazit: Das Album "Some Hearts" steht auf einer Stufe mit den besten Alben von Künstlern wie Faith Hill, Shania Twain oder den Dixie Chicks, oder anderen, hier weniger bekannten US-Countrystars wie Martina McBride. Dass Carrie Underwood zudem auch noch eine wirkliche Schönheit ist (nicht nur von außen!), sollte dem Kauf wirklich nicht entgegenstehen. Auch in Zukunft werden wir noch viel Gutes von Carrie Underwood, dem neuen Stern des amerikanischen Pop-Rock-Country, hören.