Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Weithin überbewertet - 2009 Remaster, 16. Juni 2009
Überall in der einschlägigen Literatur wird "Some Girls" als eine DER Stones-Platten gefeiert, zumindest soll sie es von den Verkaufszahlen her sein. Nach der matschigen "Love you live" ein Jahr zuvor und mit einem Keith Richards, der auf dem Weg war, clean zu werden, stellt das Album auch zweifellos eine Frischzellenkur im Stones-Katalog dar und gab ihrer Karriere einen gewaltigen Schub. Ich kann jedoch aus mehreren Gründen die allgemeine Euphorie nicht teilen. Die Platte hat gute Kompositionen und weist zweifellos eine lang vermisste Frische auf. Keith mag sich gewehrt haben, aber Mick setzte durch, dass erstmals Einflüsse aus Disco, Punk und Wave etc. Eingang auf ein Stones-Album fanden, und das funktionierte auch (anders als bei "Emotional Rescue" zwei Jahre später).
Mein Haupteinwand ist, dass die Platte insgesamt einfach zu kalt klingt, und das gilt vom ersten bis zum letzten Titel: wo sind die vollen, warmen, fetten, dreckigen Gitarrensounds aller Vorgängeralben hin?? Der Gesamtsound läßt mich emotional recht kalt und ist definitiv ein Verlust. (Richtig schlimm wurde das dann bei "Emotional Rescue"; sie sollten sich aber bald wieder erholen.)
Bei diesem Album sind nur wenige, aber erlesene Gastmusiker mit an Bord: Ian McLagan (Faces) ersetzte Billy Preston an den Tasten, Mel Collins Bobby Keys am Saxophon (schade!), und mit Sugar Blue haben die Stones einen tollen Mundharmonika-Virtuosen aufgegabelt! Mick Jagger spielte im Studio so viel Gitarre wie noch nie zuvor, und es war die erste Platte mit Ron Wood als vollwertigem Mitglied (selbst wenn es noch lange Jahre dauern sollte, bis er auch als solches bezahlt wurde).
Miss you war ein Riesenhit und erschloss den Stones sicher neue Käuferschichten. Für mich wird es aber nie in die Klasse von Brown Sugar oder Tumbling Dice etc. aufsteigen. Just my Imagination und Shattered klingen gegen die Interpretationen auf "Still Life" ('82) lediglich wie Entwürfe, und gerade die Live-Fassung von When the Whip comes down (auf "Sucking in the Seventies") fegt die Studio-Version einfach an die Wand!
Lies und Respectable (unverständlicherweise eine Single!) werden überall als hoch energetische Rocker bejubelt, die den Punks mal zeigen sollten, dass auch alte Säcke noch wissen, wo der Hammer hängt. Sind für mich einfach nur lärmige, hohle Kracher mit einfältigen Texten - energetisch ist was anderes.
Richtig gelungen sind die Country-Parodie Faraway Eyes (selbst wenn Keith Jaggers Gesang zu Recht affektiert fand) und der humorige Titelsong; die Empörung über den anzüglichen Text kommentierte Jagger nur trocken mit "if you can't take a joke, it's too f***ing bad". Before they make me run ist ein authentischer, aufrichtiger Keith-Rocker, und Beast of Burden wird immer einer meiner Stones-Lieblinge bleiben - hier passen die cleanen Gitarren zum Inhalt.
Im CD-Zeitalter fände ich es angebracht, endlich mal ein paar Bonustracks mit drauf zu packen: vorneweg die Single-Version von Miss you sowie die Maxi-Version (ihre erste überhaupt), Everything is turning to Gold (die B-Seite von Shattered) und vielleicht noch den Single-Edit von Faraway Eyes... Platz genug wäre ja noch!
Ach ja, bevor ich's vergesse: leider wieder keine Texte wie bei der LP, aber zur Abwechslung mal eine der geilsten Stones-Plattenhüllen überhaupt!! Das kommt vor allem bei der Original-LP mit der beidseitig bedruckten Innenhülle voll zur Geltung.
Das neue Remaster von 2009 klingt voller und differenzierter als die '94er Auflage; leider wurde auch hier wieder Cover samt Booklet 1:1 von dieser übernommen und die Chance vertan, die originelle LP-Hülle wiederzugeben.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hot, 2. August 2009
Auf einmal Tönte es ...überall .Huhuhuhuhuhu huuuu .........echt überall!
Auch aus "Ihrem" Zimmer immer und immer wieder.
Sie waren zurück u.a. BobGeldorf (B.-Rats ) Steven Taylor (Aerosmith) verneigten sich wieder einmal vor Ihnen
Allein Miss You, dieser heiße Disco Soul (Mick war damals oft im 54") - andere DiscoRocker von "Rockstars" folgten erst später -.
Die Stones aber waren Top". Sie verkörperten DiscoSoul Miss You", Country "Far Away Eyes" (u.a. Super Text .lächel) ..Punk "Lies" Stones Rocker "Respectabel" und weitere Klassiker "Bevore they make me Run" (Keith über Anita). Alles war Drauf und verschmolz zu einer Einheit.......
Die neue Auflage hätte man aber weitaus liebevoller gestalten können!
Z.B. mit Original Cover und Textbeilage und ggf. Bonus Song (Bsp.: Everything Turns to Gold) na ja warte ich auf die Nächste...
P.S. auch wenn Sie Weltweilt auf 1 bzw. 2 ging, Emotional Rescue und klar Tattoo You verkauften sich noch weitaus besser....
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