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Jeder vierte bis fünfte Patient geht zum Arzt mit körperlichen Beschwerden, die keine oder keine hinreichende organische Ursache haben. Diese Erkrankungen werden seit 1980 im amerikanischen Diagnoseschema DSM unter dem Überbegriff "somatoforme Störungen" zusammengefaßt. Ihr Anteil beträgt in den Ordinationen von Allgemeinmedizinern 5-20 %, in Allgemeinkrankenhäusern 17-30 %. Die neuen Diagnoseschemata haben zu einer intensiven Erforschung dieser Störungen geführt. Im Gegensatz zu früheren Zeiten liegt zwar bereits umfangreiche Fachliteratur zu diesem Thema vor. In die klinische Praxis haben die neuen Diagnoseschemata aber noch nicht ausreichend Eingang gefunden.
Das Buch beschreibt sehr anschaulich und detailliert die verschiedenen somatoformen Störungen: Konversionsstörung, Somatisierungsstörung, undifferenzierte Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung, somatoforme autonome Funktionsstörung, somatoforme Schmerzstörung und sonstige somatoforme Störungen.
Somatoforme Störungen erfordern eine interdisziplinäre Behandlung und sind ein Musterbeispiel für die nötige Zusammenarbeit von Hausärzten, Fachärzten, Psychologen und Psychotherapeuten.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
46 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Für interessierte Patienten enttäuschend.,
Rezension bezieht sich auf: Somatoforme Störungen (Taschenbuch)
Ich bin auf den Titel durch das Buch "Angststörungen" des gleichnamigen Autors gekommen, in dessen Abspann steht: Der Autor versteht das Buch "Somatoforme Störungen..." als notwendige Ergänzung dieses Buches. Da ich als "durchuntersuchter Patient" recht bald wusste, dass es sich bei meiner Atemnot "nur" noch um eine somatoforme Störung handeln kann, erwartete ich dem Titel des Buches gemäß nicht nur Diagnose, sondern auch Konzepte und Therapie. Schließlich wendet sich der Autor nicht nur an Fachleute, sondern auch an Patienten, und letztere wollen in der Regel Wege zur Linderung ihrer Beschwerden erfahren.Von den 239 Seiten des Buches nehmen historische Aspekte, Diagnostik und Statistik 179 Seiten ein. Für die Behandlung bleiben am Ende nur noch 23 Seiten. Das ist zu wenig. Das Schlusswort des Autors, selbst das Gefühl zu haben, auf die optimale Psychotherapie bei Menschen mit somatoformen Störungen noch nicht ausreichend vorbereitet zu sein, tröstet dabei nur wenig. Manchmal ist es vielleicht besser, magere Erkenntnisse nicht unbedingt zu veröffentlichen, zumindest nicht mit derartigen Ankündigungen. Psychotherapeuten und Psychologen mögen meine Ansichten nicht teilen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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