Seit vier Jahren bin ich nun selbständig und vor kurzem fiel mit Harriet Rubins Buch wieder in die Hand. Ich las es erneut und spürte, daß ich auf einmal viel mehr damit anfangen konnte als zu Beginn meiner Selbständigkeit. Es ist kein Ratgeber zu den Modalitäten einer Existenzgründung und will es auch nur bedingt sein. Dazu gibt es andere Bücher.
Die Frage Soloist oder Freiberufler hat mich tief berührt. Nach Rubins Definition sind Freiberufler noch immer nicht "richtig" selbständig. Sie schließen sich Projekten an, suchen "sichere" Kooperationspartner usw.
Soloisten hingegen kommt es darauf ein, wirklich ihr eigenes "Ding" zu entwickeln und vorzustellen. Deshalb ist es auch für die vielen prominenten Beispiele, die sie anführt, durchaus ein Risiko sich als Soloist darzustellen. Natürlich nicht finanziell. Aber im Hinblick auf den eigenen Ruf, den intellektuellen Gehalt, den Imageschaden, wenn man es nicht schafft usw.
Für mich war das der Auslöser zu sagen: ok, das waren jetzt vier Jahre als Freiberufler. Wann erlaube ich mir, wirklich Soloist zu sein bzw. zu werden?
Ein völlig neuer aufregender gedanklicher Ansatz ...