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Solo Sunny
 
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Solo Sunny

Renate Krößner , Alexander Lang , Konrad Wolf    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Renate Krößner, Alexander Lang, Dieter Montag
  • Regisseur(e): Konrad Wolf
  • Komponist: Günther Fischer
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Icestorm/Voice Tele-& Marketing Gmb
  • Erscheinungstermin: 29. April 2003
  • Produktionsjahr: 1980
  • Spieldauer: 102 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00009MJL1
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.047 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Video Jakob Kurzinhalt

"Sunny ist eine Schlagersängerin, die mit ihre Band durch Dörfer und Kleinstädte tingelt. Sie sehnt sich nach Glück und Anerkennung als Persönlichkeit. Der Taxifahrer Harry himmelt sie an, doch seine Lebensmaxime, "schnelle Mark", ist nicht die ihre. In den Philosophen Ralph verliebt sie sich, wird aber von ihm betrogen. Während der Tourneen muß sie sich ständig den Nachstellungen des Musikers Norbert erwehren. Nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit ihm und einem Streit mit dem widerlich-dummen Conferencier Benno Bohne, der sie auf der Bühne beleidigt, fliegt sie aus der Band. Deprimiert durch den Rausschmiß und entäuscht von Ralph betrinkt sie sich, nimmt Schlaftabletten und landet im Krankenhaus. Ihre Freundin Christine kümmert sich liebevoll um sie. Sunny schöpft neuen Lebensmut, und eines Tages bewirbt sie sich wieder - bei einer Band, die in einem Hinterhaus am Prenzlauer Berg probt..."

Produktbeschreibungen

Sunny ist eine Berliner Schlagersängerin, die mit ihrer Band durch Dörfer und Kleinstädte tourt. Sie sehnt sich nach Anerkennung und der großen Liebe. Diese glaubt sie in Ralph, einem Philosophen, gefunden zu haben. Aber Ralph erwidert ihre tiefen Gefühle nicht. Der Taxifahrer Harry, der Sunny anhimmelt, ist finanziell sehr gut gestellt und könnte ihr ein bequemes Leben bieten, aber für sie ist er nicht der Richtige. Während einer Tournee muss sie sich ständig den Nachstellungen des Musikers Norbert erwehren. Nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit ihm fliegt sie aus der

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bittersüß 9. Dezember 2010
Von bartgesang TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
"Solo Sunny" ist neben der "Legende von Paul & Paula" der wohl erfolgreichste DEFA-Film in- und außerhalb der DDR. Renate Krößner erhielt für die Darstellung der um Erfolg und individuelles Glück kämpfenden Sängerin Sunny den Silbernen Bären und der Film den Kritikerpreis der 1980er Berlinale. Schließlich schrieb Günther Fischer mit dem von Regina Dobberschütz gesungenen Titelstück "Solo Sunny" vielleicht eines der schönsten Lieder der DDR. Bekommt man nicht mehr aus dem Kopf, wenn man es einmal gehört hat. Ein Lied für die Ewigkeit.

Was den Film neben der bis heute faszinierenden Hauptfigur, den guten Dialogen und den bis in Nebenrollen überzeugend aggierenden Darstellern so sehenswert macht, ist sein dokumentarischer Aspekt (und das meint nicht bloß die typischen Klamotten und Frisuren der 1980er Jahre). In den anderen Rezensionen ist immer wieder davon zu lesen, dies sei eine Komödie, quasi ein "Gute-Laune-Film" über das humorige Durchhaltevermögen der DDRler. Mit dieser Sicht bleibt man allerdings an der obersten Deckschicht des Stoffes hängen. Das hier ist nicht "Sonnenallee". "Solo Sunny" ist vielmehr der letzte Kinofilm von Konrad Wolf. Einem Mann also, der es in der DDR-Kunstwelt mit seinen bedeutenden Filmen bis ganz nach oben gebracht hatte, bis zum Vorsitz der Akademie der Künste. Ein überzeugter Staatskünstler der DDR. Von diesem Mann nun kommt 1980 ein Film über eine um Selbstbestimmung ringende junge Frau, die sich aus dem Tingeltangel ewiger, nur durch Sex und exzessiven Alkoholkonsum ertragbarer Provinz-Gigs heraus nach einer ernsthaften Karriere als Sängerin sehnt. Sunny wird im Laufe des Films gleich mehrfach scheitern: am Stumpfsinn ihrer Bandkollegen, in Beziehungen zu unterschiedlichen Männern, bei ihrem Rückkehrversuch ins "normale" Arbeitsleben. Sie unternimmt einen Selbstmordversuch. Und am Ende bleibt mehr als ungewiss, ob sie ihren Traum je erreichen wird. Lustig ist was anderes.

Nein, bittersüß ist das Wort, das mir zu alldem einfällt. Was man beim Anschauen dieses Films in beinahe jedem Moment zu spüren scheint, ist die Verlebtheit eines ganzen Landes. Der Film spielt beinahe gänzlich in den abbruchreifen Mietskasernen-Vierteln Ost-Berlins, am Prenzlauer Berg. In jenem Viertel also, das in den Jahren darauf zum "Vorzeige-Endzeitlabor" der "DDR-Boheme" werden sollte. Verrotende Häuser, rumpelnde Trams und S-Bahnen. Einmal sinkt mitten in einer Szene im Hintergrund eines der Häuser nach einer Sprengung in sich zusammen. Kommentarlos. An einer anderen Stelle fällt der Blick aus dem Neubaublock auf die Wüsteneien Hohenschönhausens. Und Sunnys VEB ist ein Ort der verbrauchten Maschinen und Menschen. Beim Sehen ertappte ich mich immer wieder bei dem Gedanken daran, dass all das sich noch geschlagene neun Jahre so weiter bis zu seinem erschöpften Ende hinziehen wird. Bereits am Beginn seines letzten Jahrzehnts ist die DDR in den Bildern ihres bedeutendsten Regisseurs ein Land auf Abbruch. Da kommt nix mehr. Konrad Wolf stirbt zwei Jahre nach diesem Film an Krebs. Und Renate Krößner verlässt in der Mitte der 1980er die DDR in Richtung Westdeutschland.

Zwischen all dem Gammel strahlt Sunny dann umso mehr hervor. Wie ihr bittersüßes Lied. Und wie dieser Film, der ein Hochlied auf die individuelle Freiheit singt, ohne sie zu verglorifizieren. Ein großer, kluger Film. Lustig, traurig, schrecklich, schön. Zum lachen und zum heulen. Suchen Sie sichs aus. Und kaufen Sie sich diese DVD. Sehr viel besser geht kaum.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sunny traf mich ins Herz 9. März 2012
Format:DVD
Seit vielen Jahren läuft dieser Film immer wieder in den dritten Programmen, und immer dachte ich: DDR, interessiert mich nicht, 1979, jetzt irgendwie gerade nicht, etc.

Dann sah ich vor ca. 2 Wochen eine Art Werkschau über den deutschen Film der letzten 100 Jahre (der Titel hieß glaube ich "Auge um Auge", übrigens auch sehr zu empfehlen), in der prominente deutsche Filmschaffende wie Andreas Dresen, Christian Pätzold, Wim Wenders, Doris Dörrie etc. ihre Favoriten und Vorbilder vorstellten. Darin kamen drei Ausschnitte von "Solo Sunny" vor, und ich dachte, den muß ich sehen !

Heute lief er denn auch im TV.

Es ist ein absolut großartiger, herausragender Film, und ich schäme mich für meine Bedenken und Vorurteile.

Ich bin Wessie, vertraut mit Filmen unserer französischen, italienischen, skandinavischen, englischen Nachbarn. Dort findet man zu 80 % ein nonchalantes Miteineinander, in dem sich keine großen Verständnislücken auftun.

"Solo Sunny" dagegen ist eine Art Unikat, ein erschütterndes, rohes, erfrischendes, wunderschönes.

In seiner Direktheit, Konkretheit, Sinnlichkeit kann dieser schöne Film durchaus mit Faßbinders Werken mithalten.

Für mich fremd und eigen, fern und speziell: Die Sprache (der Jargon), der Gestus der Schauspieler, der Wechsel zwischen Melancholie und Witz, die Dramaturgie, die mal extrem vorwärts prescht und dann ist wieder nüscht gewesen.

Das Menschliche ist aber überall gleich:-) Das ist die große Stärke in diesem Film, der universal verstanden werden kann.

Der Film ist für mich nicht mal im Ansatz eine Komödie. Ich verfolgte atemlos, wie Sunny versucht, glücklich zu sein und dabei gegen innere und äußere Widerstände stößt. Sie ist nicht zu brechen als Person, fällt aber in eine große Depression.

Darüberhinaus beinhaltet der oberflächlich unpolitische Film so viele "Perlen", in den Dialogen z.B., und in den Bildern der Architektur, daß ich mir unbedingt die DVD anschaffen werde.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Videokassette
Dieser Film gehörte mal zu den besten und meistbesuchten DDR-Kinofilmen (wobei das eigentlich fast ein Widerspruch in sich ist: "DDR-Film" und "meistbesucht" - niemand wollte früher einen DEFA-Film sehen). Aber vielleicht ist es diese aufmüpfige Sunny gewesen, die die Leute damals ins Kino zog. Ich muss sagen, ich habe den Film das erste Mal kurz nach der Wende gesehen. Da hat er mir sehr gut gefallen - aus der sicheren Entfernung sozusagen. Mit Genuss habe ich die graue DDR-Tristesse mit meiner Fanta und einer (früher so unerreichbaren) Schachtel Toffifee in mich eingesogen. Wer wissen will, wie's früher mal gewesen ist oder sich erinnern lassen will, dem sei dieser Film empfohlen.
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