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Solo: Roman
 
 
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Solo: Roman [Taschenbuch]

Rana Dasgupta , Barbara Heller
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453408993
  • ISBN-13: 978-3453408999
  • Originaltitel: Solo
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.239.613 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rana Dasgupta
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Er ist Bulgare, heißt Ulrich (eine Laune seines Vaters), ist fast hundert Jahre alt und inzwischen blind. Ulrich sitzt allein in einer Plattenbauwohnung in Sofia und denkt nach. Erinnert sich an ein Leben, das viele Hoffnungen enthielt und noch mehr Enttäuschungen. Er war privilegiert, reiste als Kind mit seinen Eltern durch Europa, hatte ein unübersehbares musikalisches Talent. Doch Musiker durfte er nicht werden, stattdessen wurde er Chemiker, auch hier gab er zu Hoffnungen Anlass (er traf Einstein!), doch im kommunistischen Bulgarien nach dem Zweiten Weltkrieg versauerte er in einer Fabrik, auch seine Ehe ging schief – seine Frau verließ ihn mit dem gemeinsamen Kind –, und so blieb er in einem stagnierenden Leben stecken, unglücklich und unzufrieden.

Was hätte aus diesem Leben werden können! Dies ist das Grundmotiv seiner mal traurigen, mal bitteren Rückschau. Und dann, in der Mitte des Buches, als er mit seinen Erinnerungen in der Gegenwart angekommen ist, beginnt Ulrich zu träumen: Ja, was hätte aus diesem Leben werden können? In seiner Fantasie spinnt er sich Bruchstücke von Biografien zusammen, Ausschnitte aus den Lebenswegen anderer Menschen, die – wenn, ja wenn die Dinge anders gekommen wären – er hätte sein können.

Dieser zweite Teil des Romans unterscheidet sich komplett vom ersten; hier beginnt fast ein neues Buch. Während auf den ersten gut 200 Seiten brav (und teilweise etwas ermüdend) Ulrichs Leben rekapituliert wird, ist der zweite Teil, dieser große Tagtraum, ein wildes Potpourri an Szenen. Doch leider: So nett und vielversprechend diese Grundidee ist, der Autor hat sich dann doch ein wenig verhoben damit. Der Charakter des Protagonisten bleibt flach und fast ein wenig langweilig; insgesamt hat man es trotz einiger starker, anrührender Szenen weniger mit einem Buch über das Leben zu tun – über Einsamkeit, Sinn und Scheitern – als vielmehr mit einem Crashkurs in bulgarischer Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das könnte ja auch interessant sein, doch hier offenbart sich die vielleicht größte Schwäche des Romans: All das historische Wissen, das uns hier in episodischer Form präsentiert wird, ist merklich nicht erlebt, sondern recherchiert. Wenn ein Buch gelungen ist, stellt sich die Frage nicht so nachdrücklich, aber bei einem so durchwachsenen Roman wie diesem kommt man nicht umhin zu fragen: Warum? Warum schreibt ein junger indisch-britischer Autor einen Roman über die Geschichte der Bulgaren im 20. Jahrhundert? Die Antwort bleibt das Buch leider schuldig. -- Christoph Nettersheim -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Ein episches Meisterwerk voller lebendiger Figuren, wundersamer Mythen und wahrer Begebenheiten

Die Frage nach dem Sinn seines Daseins treibt Ulrich um, als er kurz vor seinem hundertsten Geburtstag zurückblickt, sich an eine verlorene Liebe und viele verpasste Chancen erinnert und zu begreifen versucht, warum trotz günstigster Umstände und bester Anlagen alles schiefgegangen ist. In seiner Fantasie erfindet er sich ein neues Leben – schnell, bunt, voller Möglichkeiten und kreativer Energie. Solo erzählt zwei Romane in einem und steckt voller ungewöhnlicher Geschichten und unvergesslicher Figuren.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Inke Jochims TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das jetzt einfach mal zugebe: Ich habe dieses Buch nicht zu Ende gelesen und werde es nicht zu Ende lesen. Ich würde es auch nicht tun, wenn ich es gekauft hätte. Nach 86 Seiten - und das ist ein Viertel des Buches habe ich einfach keinen Grund mehr, meine Zeit weiter zu verschwenden. Ein hundertjähriger, blinder (typisch für die Figur) erinnert sich - und alles was dabei herauskommt sind Banalitäten. Die große Liebe zur Musik endet in der Passivität, die große Liebe zur Chemie endet in der Passivität. Ulrich, so der Name des sich erinnernden, ist 86 Seiten lang ein Muster von langweiliger, banaler Passivität. Er gibt die Musik für den Vater auf und die Chemie für die Mutter, denkt nicht nach, bleibt blass, nichts. Kaum Emotionen (ausser in einigen Szenen aus Ulrichs Kindheit), keine Entwicklung, keine Spannung, einfach nur ein langweiliges Opfer. Eine flache Sprache, eine Story die hundertmal erzählt worden ist (das zerstörerische Jahrhundert, die Umbruchzeiten, die Grausamkeiten, die latente Bedrohung im Berlin der 20er), alles schon mal erzählt, vielfach und vielfach besser. 86 Seiten waren genug.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von KleinerEngel777 TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Der Leser wird in das Leben eines Chemikers entführt, der Anfang des 20. Jahrhunderts geboren wird. Die Kindheit wird miterlebt, all die Möglichkeiten, die in diesem jungen Leben verborgen liegen. Neben seiner Liebe für chemische Zusammenhänge entdeckt der Protagonist Ulrich die Hingabe für die Musik. Er studiert in Berlin, doch die Wege, die er geht, enden in einer Sackgasse.

Zum Ende seines Lebens kann Ulrich auf nur wenige Erfolge zurückblicken, einsam ist er und auch seine chemischen Versuche enden in einem Desaster. Die einzige Person, die ihn auf einem Großteil seines Lebensweges begleitet hat, seine Mutter, ist längst gegangen und so lebt er allein. Verschroben und wunderlich.

Ungefähr ab der Hälfte des Buches beginnt der zweite Teil der Geschichte. Zunächst konnte ich mit dem neuen Erzählstrang nicht viel anfangen. Ein anderes Leben wird beschrieben, für mich las es sich zwar flüssiger, doch bis auf dasselbe Ursprungsland konnte ich keinen rechten Zusammenhang mit dem ersten Teil des Buches erkennen. Erst dem Klappentext entnahm ich, dass es sich um ein zweites, erdachtes Leben des gescheiterten Mannes handelt, das von einem Kind erzählt, das er niemals hatte, dem natürlichen Erzählfluss konnte ich diese Information jedoch nicht entnehmen.

Insgesamt zeichnet sich der Roman durch einen sehr schönen Erzählstil aus, spannende Beschreibungen ergreifen den Leser, auch wenn die Geschichte gerade nicht so durchsichtig ist.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mut zum Träumen 9. Oktober 2010
Von Hellie
Format:Gebundene Ausgabe
Der Roman besticht durch erlesene Sprache und lebendige Bilder.
Ein fast hundertjähriger Mann erinnert sich an sein Leben, das er in Sofia und in Berlin des zwanzigsten Jahrhunderts verbrachte. Die Turbulenzen des letzten Jahrhunderts werden in seiner Erinnerung lebendig. Man trifft auf interessante Charaktere, die mit wenigen Strichen und doch sehr überzeugend gezeichnet sind. Man erlebt mit, wie sie sich mit wechselhafter politischer Lage arrangieren. Das Gefühl für die unwahrscheinliche Länge und Kürze des menschlichen Lebens ist wunderbar wiedergegeben. Man muss sich immer wieder die Frage stellen, ob das Spiel des Lebens noch Sinn hat und wohin es führt. Gibt es etwas, was einem Mut gibt, wenn man alt ist, arm, einsam und erblindet?
Ja, es gibt noch Träume. Mit der Beschreibung des Traumlebens seiner Figur bietet der Autor eine wunderbare psychologische Studie. Er macht Mut und schafft Hoffnung dort, wo scheinbar keine mehr möglich sind.
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Solo? So lala...
Die Reaktionen auf dieses Buch sind ja sehr gespalten: große Begeisterung steht neben entschiedender Ablehnung. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Thomas Max veröffentlicht
Schwieriger Zugang....
... der Schreibstil ist eigentlich sehr flüssig, der Zugang zum Buch blieb mir jedoch verwehrt. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Stefanie Geiger veröffentlicht
Viel Platz für die eigene Fantasie
Mit großer Begeisterung habe ich Rana Dasguptas Romandebüt "Solo" gelesen.
Mit nüchternen Worten wird über das gescheiterte Leben der fast... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von La Môme veröffentlicht
Wäre es nur beim "Ersten Satz" geblieben, wäre es ein tolles...
Hätte es Rana Dasgupta nur beim ersten Kapitel des Buches "Erster Satz - Leben" belassen, wäre es ein wirklich sehr schönes Buch geworden. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Tino Dittrich veröffentlicht
Danke für tolle Stunden...
Wenn ein Buch vom ersten Satz her fasziniert und es einen nicht mehr loslässt, so halte ich es für ein gutes Buch. Und dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Marcus Held veröffentlicht
Ohne wirklichen Unterhaltungswert - simpel und banal
Auch ich muss zugeben, dass ich es nicht bis zum Ende des Buches geschafft habe. Die gesamte Geschichte (oder besser die Geschichten) ist einfach zu simpel und zu banal. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Thomas Schmitz veröffentlicht
Hohe Konstruktion, doch der Wind pfeift durch
Es muss nichts schlechtes sein, wenn ein Roman offensichtlich anhand eines Gesamtplans konstruiert wurde. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Rene Granacher veröffentlicht
Mehr erwartet
Auf Grund von Rezensionen hatte ich bei dem Buch mehr erwartet.

Insgesamt fand ich die Erzählweise unausgegorgen und langweilig.

Keine Weiterempfehlung.
Vor 20 Monaten von Bernd Meuser veröffentlicht
Solo - wieso dieser Titel?
Ganz ehrlich: Ulrich möchte ich nie kennenlernen. So eine Dumpfbacke. Manchmal hätte ich ihn schütteln mögen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Gabriele B. veröffentlicht
Was will dieses Buch?
Rana Dasgupta sei "der originellste Schriftsteller seiner Generation" - so Salman Rushdie auf der Rückseite des Einbands. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Gunni veröffentlicht
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