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"Ich hab es vorhin gesehen, für den oder die einen oder anderen wird dieses Konzert sicher eine generationsübergreifende Begegnung sein, und das macht mich sehr zukunftsfroh und läßt mich optimistisch nach vorne schauen", sagt Reinhard Mey, begleitet von tosendem Applaus, bei seiner ersten Moderation. Und das kann er wahrlich, denn die Konzerte waren samt und sonders absolut ausverkauft. Solo heißt die Doppel-CD nicht umsonst, denn "Solo" ist Reinhard Mey pur -- Reinhard nur mit Gitarre und Stimme. Und wer jemals so ein "solistisches" Konzert mit ihm erlebt hat, weiß, dass das vollauf genügt. Im Gegenteil, in dieser minimalen Besetzung bekommen seine Lieder teilweise eine ganz neue Tiefe und Bedeutung. Und Reinhard als Entertainer, als Moderator seiner eigenen Songs, ist einfach unübertrefflich.
Voller Humor, Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit erzählt er über italienische Restaurants ("Serafina"), über Familienzuwachs ("Der Marder"), über vergangene Menschen ("51er Kapitän") und über die dringend notwendige Erfindung eines "Radauentferners" ("Irgendein Depp bohrt irgendwo immer"). Fazit: Solo ist eine Doppel-CD, die sich alle kaufen müssen, die im Konzert waren, und alle, die nicht im Konzert waren. Also ALLE! Es rentiert sich! --Julia Edenhofer
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Seine neue Live-CD „Solo - Die Einhandsegler-Tournee" ist ein Mitschnitt und eine Mischung aus dem besten zweier Konzerte seiner 60-Tage-Tour Ende letzten Jahres.
Basierend auf dem Studioalbum „Einhandsegler" (2000), können hier noch mal all diejenigen nachhören und -fühlen, die den Genuss und das Glück hatten, ihn während dieser Rundreise durch die Republik auf den Bühnen zu erleben. Wer nicht die Chance hatte, ihn „lebendig" (live) zu sehen, der hält mit dieser CD zumindest einen eindrucksvollen Schnappschuss der Vielschichtigkeit und der Stärke seiner Live-Auftritte in der Hand. Dabei ganz alleine, also solo, im Rampenlicht zu stehen, ist für ihn nicht neues. Lampenfieber hat er aber immer noch.
„In erster Linie mache ich Lieder für mich selbst!", so wird Reinhard Mey nicht müde zu betonen. „Wenn es aber auch anderen gefällt, dann freut mich das natürlich!" Man merkt in jeder Silbe: Der Mann macht das nicht in erster Linie für den Erfolgs oder das Geld. Er mache Musik, weil er muss, hat er sich selbst eingestanden. Dass er damit Erfolg hat, ist ein glücklicher Nebeneffekt. Und dass er seine Popularität in erster Linie dazu nutzt, Gutes zu tun, z.B. u.a für Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) oder Dunkelziffer e.V., macht in sympathisch und zu einem, der trotz alledem auf dem Teppich geblieben ist:
„Welch ein glücklicher Mann" Reinhard Mey mit seiner Familie seinem Leben ist, hält er in dem Lied „What a lucky man you are" fest, obwohl er feststellen muss, dass ihm oft „unwichtiges Zeug den Blick darauf verstellt!". Lustige, jedoch auch schwer verdauliche Bilder zeichnet er musikalisch mit „Tierpolizei" und „Erbarme Dich", versteht er sich doch als Fürsprecher für die Kreaturen, die sich selber nicht verteidigen können, u.a. indem er Organisationen wie „PeTA" mit seinem nacktem Konterfei („Lieber nackt als Pelze tragen") aushilft. Auf einem hartem Prüfstand steht er dabei mit seinem ganz persönlichen „Marder", Zuhause in Berlin, in seinem „Mensch-Tier-Wohnprojekt".
Wunderschöne Lieder wie der „51er Kapitän" - eine Hommage an seinen verstorbenen Vater und dessen Traumauto - oder „Jahreszeiten", die Beschreibung des gemeinsam verbrachten Lebens seiner Eltern, umrankt von kleinen Geschichten aus seinem Leben, knüpft er gekonnt zwischen die neu vorgestellten Lieder und schafft damit eine einzigartige Konzert-Atmosphäre.
Mit „Serafina" feiert Mey die Premiere eines erotisch-satirisches Liedes. Zweifelsohne bleibt er dabei aber immer seiner Frau Hella treu, der einige Titel („Lass Liebe auf uns regnen" und „Ich liebe Dich") dieser CD gewidmet sind.
Zurück in seine Kindheitserinnerungen führt er den Zuhörer mit „Viertel vor sieben", „Das war ein guter Tag", und mit „Chet" und „Doktor Berenthal kommt" zeigt er uns zwei seiner Helden aus den frühen Jahren.
Ein tief beeindruckender Song ist „Heimatlos". Gerade weil es wieder eines dieser Lieder ist, in der Mey es schafft seinen Protest über die Gesellschaft so verdammt präzise zu formulieren und auf den Punkt zu bringen. Songs wie dieser stehen in langer Tradition, zusammen mit „Sei wachsam", „Narrenschiff" uvm., zeigen die wahren Stärken des Meyschen Liedermachens und sind der beste Grund dafür warum „Reinhard Mey" und „Schlager" nicht im selben Atemzug genannt werden können und dürfen. Er lässt sich eben nicht auf „Über den Wolken" reduzieren.
Nicht nur schwere Geschütze werden hier musikalisch aufgefahren, auch Tournee-Hits wie „Warum passiert immer nur alles mir", „Kurti" und speziell „Das wahre Leben" vermitteln hier den Eindruck eines Menschen, der das Leben nicht nur einzigartig gut beschreiben und in Lieder fassen kann, sondern auch den Eindruck eines Menschen, der sein Leben wirklich lebt und geniesst.
Diese Live-CD bringt ein wenig des Zaubers in den Hallen zurück, den man er während der Tournee erleben konnte und hilft mir persönlich die Zeit bis zur nächsten Tour im Herbst 2002 zu überstehen. Holger Paschke
Mit den Jahren wird diese brillianter Musiker immer besser.
Ein echter Ohrwurm für alle Hörer, die diese Art
von Musik mögen und zu schätzen wissen.
Endlich mal was das zu Nachdenken anregt!
Gruß Christian
Reinhard allein auf Tour
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