Ich gebe zu, der Nichtkenner der Jazzmusik werden sicher einige Stellen dieses Krimis recht achtlos überlesen. Aber keine Angst, in Solo Hand werden die Hinweise auf Jazzstücke und -musiker keinesfalls übertrieben und der Erzählfluss wird nicht gestört. Wir haben einen recht kurzen, kurzweiligen, durchaus spannenden und, ja, etwas andersartigen Kriminalroman vor uns, der vielleicht sogar Lust auf das Hören von (Jazz-)Musik macht. Dieses Buch empfehle ich jedem, der gerne einmal etwas abseits des mainstream liest, der eine ruhigere Erzählweise mag und nicht erwartet, dass aus jeder Seite Blut spritzt. Die Personen sind gut gezeichnet, die Geschichte rund. Und sie lässt auch noch Raum für die Fantasie des Lesers. Das richtige für einen gemütlichen Sonntag auf dem Sofa, während nebenbei lässige Musik aus den Lautsprechern "tropft".